Touristikinformationen - Sehenswürdigkeiten

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Rheinland-Pfalz - Morbach -


Hunolstein
Morbach und umliegende Orte Das Eisenbahnviadukt bei Hoxel gehört sicher zu den sehenswertesten Bauwerken um Morbach. Es ist Teil der Strecke von Simmern nach Hermeskeil und ist mit einer Länge von 160 m und einer Höhe von 42 m eine der höchsten Bahnbrücken Deutschlands. Die Fertigstellung erfolgte 1903. Das Holzmuseum in Weiperath, einem Ortsteil von Morbach informiert zum Thema Holz und gibt Einblicke in die traditionelle Holzwirtschaft der waldreichen Region um Morbach. Das Deutsche Telefon-Museum in Morbach bietet eine respektable Sammlung auf zwei Ebenen und veranschaulicht in interaktiver Form die Entwicklung des Fernsprechwesens und der Telegraphie in Deutschland. Es besitzt die umfangreichste Sammlung dieser Art. Die Exponate sind frei zugänglich und können zum Teil sogar ausprobiert werden, was dem Museum einen sehr lebendigen Charakter gibt.
Ob die sogenannte "Energielandschaft Morbach" als sehenswert bezeichnet werden sollte sei dahingestellt, jedenfalls ist sie unübersehbar. Man kann es aber auch als innovativ ansehen, ein altes Militärgelände auf diese Art zu nutzen, indem man es verspargelt, reichlich Solarplatten verbaut und das Ganze mit einer Biogasanlage schmückt. Die Unterbringung grosszügig feilgebotener Subventionen in einem solchen Prestigeprojekt brachte immerhin so manch preisgekrönte Würdigung ein. Ein früherer Bau der US-Streitkräfte wurde umgebaut und heisst heute Informationszentrum. Werbematerialien zum Thema erneuerbare Energien stehen zur Verfügung. Die thematische Verknüpfung von Bunkeranlagen zu Kriegen um Rohstoffe und die teils unreflektierte Umgangsweise mit den beschworenen Szenarien einer Klimaerwärmung mit dem schlichten Lösungsansatz durch erneuerbare Energien, mag bei manchen Besuchern einen flauen Nachgeschmack hinterlassen. Interessant ist es dennoch.

Nur recht wenige Besucher verirren sich auf die Burgruine Baldenau. Dabei ist sie eine der wenigen Wasserburgen des Hunsrück.. Sie liegt am Nordrand des Idarwaldes auf etwa 450 Meter Höhe am Oberlauf des Baches Dhron, von dem auch der Wassergrabenabgezweigt wurde. Ein zur Burganlage Baldenau gehörender Wachposten war der Stumpfe Turm oberhalb der Gemeinde Hinzerath. Der Ort liegt an einer früheren Römerstrasse. Einigermassen gut erhalten ist noch der 24 Meter hohe runde mehrgeschossige Bergfried mit seinen bis zu 3 Metern dicken Mauern. Die Anlage geht zurück auf eine Gründung im 14. Jh, hatte aber nie wirkliche militärische Bedeutung. Ein netter Platz für ungestörtes Picknick.
Der Archäologiepark Belginum in der Ortschaft Wederath zeigt Grabfunde aus mehreren eisenzeitlichen Gräberfeldern und veranschaulicht das Leben in der Provinz im antiken Belginum, einer an der heutigen Hunsrückhöhenstrasse gelegenen römischen Ansiedlung. ein kleiner Rundwanderweg leitet zum Gräberfeld mit Grabhügeln dieser römischen Siedlung, den Resten eines römischen Militärlagers und erklärt einen zu dieser Zeit üblichen Brunnen vorbei. Auf Schautafeln erfährt der Besucher genaueres. Als Ausflugs- und Wanderziel in der Umgebung von Morbach bietet sich die Ruine Hunolstein an. Wer den Aufstieg über die Stufen auf den Felskegel auf sich nimmt, wird mit einem phantastischen Blick ins tief eingeschnittene Dhrontal belohnt. Der seit 2005 bestehende Wohnmobilhafen von Morbach ist sowohl für Wanderer als auch für Radler ein idealer Ausgangspunkt. Der beliebte Wanderweg Saar-Hunsrück-Steig sowie weitere ausgeschilderte Routen führen nahe der Anlage vorbei. Morbach

Hunolstein

Wanderweg
Die Landschaften des Hunsrück waren ursprünglich so gut wie komplett bewaldet. Bereits im 14. Jahrhundert waren die meisten Waldflächen verschwunden, und um die Siedlungen bestanden Wiesen, Weiden und Ackerflächen. Der Rest war Heide, Buschland und verbliebener Wald. In einigen Bereichen, wie um die Quellmulde der Dhron, fand sich Ödland, Sumpf oder Moor.
Durch starke Bau- und Brennholznutzung bildeten sich Niederwälder. Diese Wälder wurden auch als Weide genutzt. In den Bereichen der Waldweiden stieg der Bestand von Eichen an, da Eicheln sich bestens zur Schweinemast eigneten. Die zuvor heimische Buche wurde zurückgedrängt. Bis zum 30-jährigen Krieg blieb das Landschaftsbild weitgehend unverändert. Zur Mitte des 17. Jahrhunderts stieg der Waldanteil in den Landschaften des Hunsrück wieder an, da die langen Kriegszeiten für einen spürbaren Rückgang der Bevölkerungsdichte gesorgt hatte.
Mit Zunahme der Besiedlung nahmen die Waldflächen jedoch wieder sehr rasch ab, und es entwickelte sich das heute bekannte und typische Landschaftsbild des Hunsrück mit dichten Mischwäldern, die teils bis hinab in die Fluss- und Bachläufe reichen und freien landwirtschaftlichen Hochebenen.

Morbach- - Rheinland-Pfalz

 

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