Informationen zu geschichtlich und touristisch interessanten Orten und Begebenheiten in Bar-le-Duc

 





















Bar-le-Duc


Die Stadt Bar-le-Duc zeigt baulich in weiten Bereichen eine sehenswerte Renaissancearchitektur.


Die Unterstadt erstreckt sich entlang des Flusses Ornain, wo unter anderem die Kirche Notre-Dame aus dem 12. Jahrhundert und die Brücke Notre-Dame Teil einer Besichtigungstour sein sollten.


In der Oberstadt gruppieren sich Gebäude, teils aus dem 15. bis 17. Jahrhundert um einen grosszügigen Platz, der auch Parkmöglichkeiten bietet.

In der Kirche Saint-Étienne aus dem 15. Jahrhundert befindet sich eine berühmte Statue des Bildhauers Ligier Richier aus dem 16. Jahrhundert.

Weitere Informationen zu Bar-le-Duc
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Bar-le-Duc, die einstmalige Hauptstadt des Herzogtums Lothringen zwischen Reims und Nancy.
Bar-le-Duc trägt die offizielle Bezeichnung "Stadt der Kunst und Geschichte". Die Stadt, die sich entlang des Ornain erstreckt, war lange Zeit die Hauptstadt des ehemals mächtigen und freien Herzogtums Bar. Alleine schon das Renaissanceviertel der Oberstadt macht Bar-le-Duc zu einem der achitektonisch interessantesten Touristikziele in der umgebenden Landschaft des Barrois.
Im 10. Jahrhundert wurden ein Schloss sowie eine befestigte Stadt errichtet. Die Befestigungen dienten zur Verteidigung der Grafschaft Bar gegenüber dem Königreich Frankreich.

Die Stadt wurde mehrmals von französischen Truppen besetzt. Schliesslich ordnete Louis XIV gar den Abriss der Festungswerke an und das damalige Schloss fiel der fast totalen Zerstörung anheim.
Nur einige Überreste der Festung überstanden diese Massnahmen im Jahr 1670. Weitere Schäden entstanden während der Französischen Revolution. Zu sehen ist noch das Romanische Tor ( Porte Romane ) und der Uhrenturm ( Tour de l'Horloge ).



Aus dem Mittelalter ist nicht ansonsten nicht allzu viel erhalten, dafür besticht die Oberstadt von Bar-le-Duc durch ihre Renaissancebauten aus dem 16. Jahrhundert, als die Stadt in politisch und kulturell ihren Höhepunkt erlebte. Prachtvolle herrschaftliche Stadthäuser und Herrenhäuser bilden ein geradezu lückenloses städtischen Ensemble, das in seiner Einmaligkeit als gesamter Stadtteil unter Denkmalschutz steht.

Besonders sehenswert ist der Place Saint-Pierre, mit der Kirche Saint-Etienne und dem berühmten "Skelett" des Künstlers Ligier Richier sowie die Fassaden der Rue des Ducs.



Wirtschaftlich bedeutende Zeiten erlebte Bar-le-Duc ab der Mitte des 19. Jahrhunderts durch den Bau der Eisenbahnstrecke Paris-Strasbourg und des Rhein-Marne-Kanals. Die Textil- und Metallindustrie wurden die führenden Wirtschaftszweige, was für zunehmenden Wohlstand sorgte und somit auch eine rege Bautätigkeit mit sich brachte.
In Bar-le-Duc liegt der Ursprung des Strickgarns Bergère de France.





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Archäologische Funde zeugen von einer sehr frühen Besiedelung der Region um Bar-le-Duc. Die ältesten Nachweise einer wirklichen Siedlung datieren aber erst ab dem 1. Jahrhundert. Dabei handelte es sich um eine Station an der Strasse zwischen Reims und Toul namens Caturiges. Sie befand sich an den Ufern des Ornains und kann als Ursprung der heutigen Stadt gesehen werden.
Im 10. Jahrhundert entstand durch Frédéric d’Ardenne, den Herzog von Ober-Lothringen, ein Schloss auf der Anhöhe, die das Tal des Ornains überragt. Als Herzog Frédéric III 1033 starb, wurde das Herzogtum zwischen den zwei Schwestern Béatrice und Sophie aufgeteilt. Unter der Folgegeneration bildete sich ein wichtiges Fürstentum und Bar-le-Duc wurde ab dem 13. Jahrhundert die Hauptstadt.
Zu dieser Zeit wurden neue Stadtviertel gegründet. Den alten Kern findet man in der heutigen Oberstadt, die neueren Quartiere sind Teil der Unterstadt.
Mit der Erhebung der Grafschaft zum Herzogtum im Jahr 1354 nahhm Robert I ( 1352-1411 ) den Titel des Herzogs von Bar an. 1420 heiratete René d’Anjou ( 1419-1480 ) als Herzog von Bar die Tochter des Herzogs von Lothringen, Isabelle . Die Herzogtümer von Bar und von Lothringen wurden etwa 60 Jahre später zusammengeführt. Unter René II , dem Herzog von Lothringen und Sohn von René d’Anjou mit Isabelle, standen Ende des 15. Jh beide Herzogtümer unter der selben Führung.
Die Regierungszeit von René II ( 1480-1508 ) war eine Blütezeit in der Geschichte der Stadt. Bar-le-Duc erlebte wirtschaftlich gute Zeiten. Auch kulturell zog das Schloss der Herzöge Künstler wie Literaten an. Baumeister gaben der Oberstadt weiteren Glanz und die Bauten in der dortigen "Rue du Bourg“ erhielten zahlreiche dekorative Elemente in den Fassaden.
Anton II. von Lothringen wurde am 4. Juni 1489 in Bar-le-Duc als Sohn von René II. geboren, dem er 1509 auf dem lothringischen Thron folgte. Als er im Jahr 1544 verstarb, folgte sein ältester Sohn Franz I. Herzog von Lothringen-Mercœur.
Seine Regentschaft war nur von kurzer Dauer, da er im Jahr darauf bereits ebenso verstarb.
So ging die Macht schon 1545 an seinen 1543 in Nancy geborenen Sohn Karl III. von Lothringen. Stellvertretend übernahm seine Mutter Prinzessin Christina von Dänemark die Regentschaft für ihn. Vormund wurde bis zur Volljährigkeit Karls II. im Jahr 1559 sein Onkel Nicolas de Vaudémont.
Christina, als Mitglied der Habsburger, führte eine spanienfreundliche Politik und war daher gegenüber dem französischen Königshaus mittels dieser "guten Beziehungen" zu weitgehend eigenständiger Politik befähigt. Dennoch liess im März 1552 der französische König Heinrich II. Lothringen und die Trois-Évêchés besetzen. (Trois-Évêchés bezichnet mit dem Begriff "Drei Bistümer" die ehemaligen Hochstifte Metz, Toul und Verdun in der Kirchenprovinz Trier).
Karls Mutter Christina musste Nicolas de Lorraine-Mercœur weichen. Der elfjährige Karl wurde nach Paris an den französischen Königshof gebracht.
1559 heiratete Karl III. Claudia von Valois, die Tochter König Heinrichs II. von Frankreich und seiner Gemahlin Katharina von Medici.
Verbunden mit dieser Heitat war auch die Rückgabe der lothringischen Gebiete an Karl III.
Im Oktober 1559 kehrte dieser nach Nancy zurück und übernahm die Regierungsgeschäfte in seinem Herzogtum.
1608, im Alter von 45 Jahren, wurde Heinrich II, Sohn von Karl III. neuer Herzog von Lothringen.
Mit der Zeit der Regentschaft seines Nachfolgers Karl IV. bzw. Nicole de Loraine befasst sich das gesonderte Kapitel Karl IV. Herzog von Lothringen und Bar.

der Rest in Kürze :
Es folgte Karl V. Leopold, von 1675 bis 1690, genannt der Herzog ohne Herzogtum.
Leopold Joseph von Lothringen war von 1690 bis 1729 Herzog von Lothringen.
Franz Stephan von Lothringen war als Franz III. Herzog von Lothringen und Bar von 1729 bis 1737.
Stanislaus I. Leszczynski erhielt aufgrund seiner familiären Verbindung mit dem französischen Königshaus im Jahre 1737 die Herzogtümer Lothringen und Bar.
Mit seinem Tode 1766 verlor Lothringen auch den letzten Rest seiner Eigenständigkei und fiel endgültig an Frankreich.



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