Informationen zu geschichtlich und touristisch interessanten Orten und Begebenheiten im heutigen Departement Doubs

 





Doubs


Das Département du Doubs, Departement 25, ist Teil der Region Franche-Comté. Benannt ist es nach dem Fluss Doubs.


Die ältesten Besiedlungsspuren in der Region um das Departement Doubs finden sich aus der Bronzezeit. Die Departement-Hauptstadt Besançon, das historische Vesontio war bereits zu Zeiten der Sequaner der Hauptort in deren Siedlungsgebiet.
Die Sequaner waren ein keltischer Stamm in Gallien.
Zunächst umfasste ihr Gebiet das Seine-Tal, später auch die Bereiche an Saône und Rhône sowie Teile des Juragebirges.

Von 58 v. Chr. an unter Julius Caesar bestand ein römischer Militärstützpunkt im heutigen Besancon.
Ein Aufstand gegen Rom im Jahr 68 n. Chr. wurde unter Lucius Verginius Rufus, dem Statthalter von Obergermanien mit Hilfe von Truppenteilen aus Moguntiacum, dem heutigen Mainz, nierdergeschlagen.

Ab dem 2. Jahrhundert war Besancon Bischofssitz und im 4. Jahrhundert Erzbistum.

843 wurde Besançon im Vertrag von Verdun dem Königtum Lotharingen unter der Herrschaft der Grafen von Burgund zugeschlagen.
Als das Königreich Burgund im 11. Jahrhundert an das Heilige Römische Reich ging, wurde der Erzbischof zum Herren der Stadt und diese wurde damit unabhängig.

Schon kurz nach der Kaiserkrönung Barbarossas im Jahr 1155 begannen Streitigkeiten über die Bewertung kaiserlicher oder kirchlicher Macht.
Die missverständliche Interpretation eines päpstlichen Schreibens genügte, die Situation eskalieren zu lassen.
Barbarossa sah sich mit der päpstlichen Meinung konfrontiert, er sei aus dessen Sicht bestenfalls mit Kardinälen gleichzusetzen, also lediglich eine Art Lehensmann des Papstes.
Er selbst sah sich aber als oberster Vertreter der weltlichen, so wie den Papst als den Obersten der kirchlichen Macht.
Da die Übersetzung der päpstlichen Schreiben dessen Gesandten oblag, konnten diese sich einen gewissen Raum für die Auslegung nehmen.
Das undiplomatische Festhalten an missfälligen Übersetzungen trieb die Auseinandersetzung bis zum Rauswurf der päpstlichen Delegation.
Die provokative rhetorische Frage des päpstlichen Kanzlers Rolando Bandinelli "A quo ergo habet, si a domno papa non habet imperium ?" (Von wem sonst als dem Papst habe der Kaiser denn sein Amt?) führte sogar zum einstweiligen Bruch in der Beziehungen zwischen Kaiser Barbarossa und dem Papst.

Die unverhohlen harte Position Barbarossas liess den Papst (Hadrian IV.) seine Haltung revidieren.
Er stellte eine neue Gesandtschaft mit dem Auftrag zur gemässigteren Übersetzung.
So wurde aus dem vorangegangenen Streit um ein friedliche Nebeneinander von weltlicher und der kirchlicher Gewalt eine Regelung, die fortan den Begriff "sacrum imperium" verwendete.
Damit hob man die Heiligkeit des Reiches hervor und nahm zugleich Rücksicht auf karolingischer, römische und christlicher Traditionen.
Barbarossa konnte somit gestärkt aus diesem Konflikt hervorgehen, und die weltliche Reichsgewalt war nach diesem Reichstag (auch "Hoftag") zu Besançon (im Oktober 1157) wieder mal gesichert.




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...ein paar weitere Stationen in der Geschichte von Besançon:

Ab 1307 Freie Reichsstadt
Ab 1493 weitergehende Unabhänigkeiten
Ab 1664 Teil der Freigrafschaft Burgund unter dem Habsburger Philipp IV.
1668 Eroberung durch Ludwig XIV. , Rückgabe an Spanien.
1674 erneute Eroberung von Besançon und der Franche-Comté durch Ludwig XIV.
1678 im Friedensvertrag von Nimwegen an Frankreich angegliedert.




Die Stadt Besançon liegt an einer strategisch güstigen Stelle. So entstanden immer wieder wichtige Befestigungsanlagen, von denen noch heute Reste erhalten sind.
Auch der Festungsbaumeister Vauban verstand es, diese Standortvorteile zu nutzen.
Die natürlichen Gegebenheiten legten es nahe, die Zitadelle an der höchstgelegenen und zugleich engsten Stelle der Landzunge zu errichten.
Die optimale Anpassung der Verteidigungswerke an die topographische Lage der Stadt machte Besançon zu einem wirkungsvollen Bollwerk.
Zwischen 1675 und 1683 entstand in der Stadt die mächtige Zitadelle.

Die Arbeiten an den Befestigungsanlagen des Stadtviertels Battant entlang der Flussschleife dauerten bis 1695 an.
Von 1680 bis hinein ins 19. Jahrhundert wurden östlich der Stadt die Kasernen Saint-Paul und Saint-Pierre errichtet.

Die technischen Entwicklungen im 19. Jahrhundert brachten auch stärkere Angriffswaffen mit sich, sodass die inzwischen veralteten Bauten von Vauban modifiziert werden mussten.
Es entstanden vorgelagerte Befestigungsanlagen an den umgebenden Hängen.
Diese Forts bildeten einen aussenliegenden zusätzlichen Verteidigungsgürtel.
Seit 1945 verloren Militäreinrichtungen dieser Art ihre Bedeutung. 1959 erwarb die Stadt Besançon die Zitadelle von der Armee und seit 1962 sind Stadt und Departement auch im Besitz der zugehörigen Gebäude der alten Fort-Anlagen.
Die Forts Montfaucon und Montboucons werden noch von der Armee genutzt.

Ein grosser Teil der Bauwerke ist bis heute erhalten geblieben. Sie verdeutlichen die militärische und historische Bedeutung der Stadt.




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