Informationen zu geschichtlich und touristisch interessanten Orten und Begebenheiten in der Zeit von Karl IV.

 






50 Jahre Karl IV.


Das 17. Jahrhundert war eine tragische Zeit - so auch für die Stadt Bar-le-Duc. Die Bewohner litten Hunger, und die Ereignisse des 30-jährigen Krieges hatten die Stadt geschwächt. Das lothringisch-französische Verhältnis war auf politischer Ebene hoch gespannt. Bar-le-Duc wurde mehrmals von den französischen Truppen besetzt.
Zu den zentralen Persönlichkeiten dieser Zeit zählt Karl IV. Geboren am 5. April 1604 in Nancy, als Sohn von Herzog Franz II. und Christine von Salm, war er Herzog von Lothringen und Bar in der Zeit von 1625 bis 1675.

einige Ereignisse aus der Zeit von Karl IV.
dem Herzog von Lothringen und Bar im 17. Jh

Karl hatte seine Kindheit am französischen Hof verbracht und war dort in Gesellschaft des etwas älteren Ludwig XIII. aufgewachsen. Seine erste Rückkehr nach Lothringen führte durch seinen Herrschaftsanspruch zur Feindschaft mit seinem Onkel Heinrich II., der das Herzogtum eigentlich seiner Tochter Nicole hinterlassen wollte.
Karl verliess zunächst wieder Lothringen und trat in den kaiserlichen Militärdienst ein.
Seinen Weg zur Macht konnte er erst fortsetzen, nachdem er 1621 seine Cousine Nicole geheiratet hatte. Dieser Heirat war aber nur zugestimmt worden, unter der Auflage Heinrichs, dass er sich mit dem Titel des Prinzgemahles zufriedengeben müsse und somit seine Autorität über Lothringen lediglich stellvertretend für seine Frau bestehe.

Als Heinrich II. am 31. Juli 1624 starb, war Karls Zeit gekommen. Indirekt kam er auf den Weg zur Macht.
Im November 1625 beanspruchte zunächst Franz von Vaudémont, Karls Vater das Herzogtum für sich, mit dem Hinweis auf das Testament Renés II., der schon über hundert Jahre zuvor die männliche Nachfolge verfügt hatte.
Die Generalstände Lothringens akzeptierten seinen Anspruch, und so wurde Franz von Vaudémont am 21. November 1625 als Franz II. anerkannter Herzog von Lothringen.
Nur fünf Tage später trat er die Herrschaft an seinen Sohn Karl von Vaudémont ab, der fortan als Karl IV. regieren konnte und damit seine Frau von der Regierung verdrängt und verschiedenen Quellen zufolge auch verstossen hatte.
Dieses Vorgehen verschlechterte die Beziehungen zwischen Frankreich und Lothringen bedeutend, da Ludwig XIII. diesen Machtwechsel nicht akzeptierte.
Überdies war die französische Politik ohnehin darauf ausgerichtet, die Ostgrenze des Königreichs bis an den Rhein vorzuschieben. Das setzte voraus, dass die Einflussnahme und letztlich gar die Einnahme der Franche-Comté und des Elsass erfolgen musste, und nicht zu vergessen, natürlich auch Lothringens.

Angesichts dieser Lage war Karl IV. dringend auf Verbündete angewiesen. Es folgten Versuche, die Unterstützung Bayerns und Österreichs zu erlangen, zeitweise kam es zu Bündnissen mit den Französischen Hugenotten, mit England und mit Savoyen. Als dann 1631 der Schwedische König Gustav Adolf, mit seinen Truppen in Deutschland landete, sandte Karl ein Unterstützungsheer zur Abwehr dieser Invasion.
Die Spannungen zwischen Frankreich und Lothringen nahmen weiter zu. Auch innenpolitisch bewies Karl kein grosses Geschick. Die Stände, mit deren Zustimmung sein Vater die Macht erhalten hatte, erhielten in Nancy 1626 zwar noch Bestätigung der alten Freiheiten - dennoch betrieb Karl IV. als Herrscher eine deutlich absolutistische Politik. So gab es bis dahin die sogenannte Assisengerichtsbarkeit, eine Verhandlungsform, vergleichbar mit heutigen Geschworenengerichten. Diese wurden 1627 zumindest in der Landvogtei Vogesen aufgehoben und nach 1629 wurden keine Stände mehr einberufen.

Durch seine aussenpolitische Bindung an die Seite der Gegner Frankreichs fühlte sich dieser westliche Nachbar geneigt, Lothringen in den Jahren 1638–41, 1641-59 und 1670-97 wiederholt vollständig zu besetzen.

Bereits 1631 war es zu Angriffen der Franzosen auf Lothringen gekommen, weil man sich durch eine zu eigenständige und zu ostorientierte Aussenpolitik provoziert sah. Frankreich sah in der Bündnispolitik des zu dieser Zeit immerhin noch souveränen Lothringen stets ein Hindernis, die eigenen Interessen durchzusetzen.
Die Festungen Vic und Moyenvic wurden schliesslich durch Frankreich erobert.

Im Vertrag von Vic am 6.1.1632 sollte Karl IV. gezwungen werden, auf die Dauer von 3 Jahren die Festung Marsal an Frankreich ausliefern und seine Verbindung zum Kaiser und zu Spanien abzubrechen, was Lothringen zu einem nahezu bündnislosen Spielball gemacht hätte. Überdies sollte er den französischen Heeren jederzeitigen freien Durchzug durch Lothringen gestatten.
Da Karl durch seine fortgesetzte Politik bereits während der Verhandlungen von Vic das geplante Diktat zu unterlaufen begann, sah sich Frankreich erneut herausgefordert.
Im Schutze der Auseinandersetzungen auf deutscher Seite, wo durch den Siegeszug Gustav Adolfs die kaiserlichen und spanischen Streitkräfte gebunden waren, führte Richelieu sogleich einen weiteren Militärschlag gegen Lothringen, welches aufgrund seiner entsandten Truppen gegen die Schweden derzeit ohnehin militärisch geschwächt war. Lothringens Bündnispartner befanden sich im selben Kampf gegen Gustav-Adolf.

Die daraus resultierende Wehrlosigkeit Lothringens führte zum Vertrag von Liverdun am 26.6.1632, der die Forderungen von Vic nicht nur bestätigte. Darüber hinaus zwang der neue Vertrag Karl zur Abtretung von Clermont en Argonne, Dun, Jametz und Stenay an Frankreich.
Dies wiederum machte klar, dass für Lothringen nur eine weitere Bindung nach Osten infrage kam, um seine, wenn auch sehr beschränkte, verbliebene Eigenständigkeit zu bewahren.

Gegen Ende des Jahres 1632 schloss sich Karl erneut dem Kaiser an. Die Schweden hatten inzwischen auch einen Teil Lothringens besetzt, und so stellte Karl abermals Truppen gegen die Schweden.
Frankreich nutzte diese Situation zur Wegnahme des westlichen Bar. Im Sommer 1633 folgte einem militärischen Grossangriff sehr schnell der Siegeszug durch das wehrlos gewordene Land.
Selbst Nancy, einstmals die stärkste Festung des damaligen Europa fiel am 24.9.1633.

Nach der Gefangennahme Karls wurde dieser im Vertrag von Chaumes gezwungen, an Frankreich ein Besatzungsrecht in Nancy für 30 Jahre zuzubilligen. Im Jahr darauf, am 19.1.1634 dankte Karl ab.

Sein Nachfolger wurde sein Bruder Nikolaus Franz, Karl versuchte fortan von Deutschland aus, ein Bündnis zur Rückgewinnung seines Landes zu erreichen.



Angesichts der Häufung unglücklicher, wenn nicht gar ungeschickter Ereignisse, wie sie sich in nur 10 Jahren zutrugen, wird schnell deutlich, welche geringen Chancen die Geschichte dem kleinen Rest eines einstigen Mittelreiches zubilligen würde. So nimmt es wenig wunder, dass aus allgemeiner heutiger Sicht die Lothringische Frage nur als eine Angelegenheit zwischen Deutschland und Frankreich gesehen wird. Lothringen ist, wenn man nur einige Jahrhunderte weiter zurückblickt, weniger eine Frage von Ost-oder-West - vielmehr sind es doch beide Seiten, die eigentlich nur ungern wahrnehmen wollen, dass hier ein einstmals souveränes Reich zwischen den vielen Fremdinteressen zermahlen wurde.

Spätestens am Beispiel Lothringens zeigt sich, dass wohl doch nicht jedes Volk immer die Politiker bekommt, die es verdient.





Schloss Allenbach im Hunsrück - Sterbeort von Karl IV.




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Auch in der Folgezeit wurde es nicht ruhiger.
Nach weiteren zahlreichen militärischen und politischen Auseinandersetzungen, teils bizarr anmutenden militärischen wie auch ehelichen Bündnissen, die es immer wieder an Diplomatie mangeln liessen, erfolgten 1641 erneut Versuche einer Einigung zwischen Frankreich und Karl IV. im sogenannten Frieden von Saint-Germain.

Karl konnte damit zwar zurückkehren, die Auflagen waren aber mal wieder "zeitgemäss". So musste er fast alle Festungen den Franzosen überlassen, der französischen Armee stets freien Durchzug gewähren, und so war man in den Forderungen nicht viel weiter gekommen als in Vic und Liverdun wenige Jahre zuvor.
Nancy blieb unter französischer Besetzung, Marsal wurde geschleift.
Wie schon in Liverdun wurde festgelegt, dass Karl keinerlei Verbindungen eingehen dürfe, die für Frankreich nachteilig sein könnten.
Bei auch nur teilweiser Zuwiderhandlung sollten die Herzogtümer an Frankreich fallen.
Karl war somit wieder in Lothringen und Lunéville Residenz. Wiederum auf der Suche nach Verbündeten stellte er Truppen den Spaniern zur Seite, was den Widerruf der Vertragsauflagen bedingte.
Daraufhin nahm Frankreich die Herzogtümer erneut in Besitz.

Der Westfälische Friede von 1648 konnte in Europa einiges regeln. Er beendete aber nicht den Zustand, dass Lothringen durch seine Truppen an der Seite Spaniens, sich immernoch im Krieg mit Frankreich befand.
Zu dieser Zeit verfügte Karl über eine relativ gut gerüstete kleine Streitkraft, mit deren Hilfe er sich unterschiedlichsten Kriegsparteien andiente.

Innenpolitische Auseinandersetzungen sorgten schon seit längerer Zeit für eine Schwächung in der französischen Führung. Diese sah sich zunehmenden Widerständen gegenüber, die unter anderem aus der abgabenbedingten Misere der Bauern herrührte, aber auch in den "gehobeneren" Kreisen Ausdruck des Unmuts waren.

Mit Frankreichs Beteiligungen am Dreissigjährigen Krieg seit 1618 und besonders durch seinen ab 1635 geführten Krieg gegen Spanien, waren die Ausgaben der Krone derart gestiegen, dass ein Umbau des Steuersystems erforderlich wurde. Steuereintreiber, die als sogenannte "Intendants" direkt der Krone unterstanden, sollten die oft ineffiziente Arbeit der seitherigen Provinz-eigenen "Bureaux des finances" unterstützen. Sie waren aber tatsächlich im Begriff, diese zu entmachten und abzulösen. Damit schuf sich die Krone einige mächtige Feinde im Inneren ihrer Machtstrukturen. Ohne den Rückhalt der hochadeligen Gouverneure der Provinzen und des Amtsadels waren bestehende Strukturen nur schwerlich zu halten.
Die ständige Erhöhung der "Taille", einer direkten königlichen Steuer traf besonders die Bauern, die damit ebenfalls gegen die Machthaber aufgebracht wurden. In den Provinzen kam es zu verschiedenen Bauernaufständen, die zum Teil auch militärisch beantwortet wurden.
Die als "Fronde" bezeichnete Widerstandsbewegungen hatten ihre hauptsächlichen Ursachen somit in den sozialen und fiskalpolitischen Entwicklungen in der Regierungszeit König Ludwigs XIII. und seinem Ersten Minister Kardinal Richelieu, der ihm seit 1624 zur Seite stand und im wesentlichen auch für die Finanzen zustänig war.

1642 starb der Minister Kardinal Richelieu und 1643 Ludwig XIII.
In der Nachfolge war Anna Maria Mauricia von Spanien, genannt "von Österreich", später auch "Anne d'Autriche", die Regentin von Frankreich.
Sie war Erzherzogin von Österreich aus dem Hause Habsburg und Mutter des zu dieser Zeit noch minderjährigen Ludwig XIV.
1648 begannen in und um Paris Aufstände gegen ihre Regentschaft und die Regierung ihres Ministers, Kardinal Mazarin.
Primär sollten zunächst die alten Feudalrechte des Adels und die Einspruchsrechte des Parlements wiederhergestellt werden, die seit Ludwig XIII. und Kardinal Richelieu weitgehend ausgesetzt waren.

Als Beginn der "Fronde" gilt der August 1648. Die Fronde parlementaire ging einher mit Barrikadenkämpfen der Pariser Bevölkerung. Die königliche Familie samt ihrer Entourage flüchtete im Januar 1649 nach Saint Germain.
1653 entwickelte sich die Lage so, dass eine Rückkehr der alten Herrschaft möglich war und 1654 fielen die letzten Bastionen der Aufständischen. Diese wurden grossenteils aus Paris verbannt.

In den Wirren dieser Zeit hatte Karl IV. wieder einmal Verhandlungen mit Frankreich aufgenommen. Das führte zu Misstrauen auf spanischer Seite. So wurde Karl am 26.2.1654 in Brüssel verhaftet und nach Toledo verbracht.
Während der Zeit der Gefangenschaft hatte Karls Bruder Nikolaus Franz das Heer übernommen und 1655 den Franzosen zugeführt.
Karls Gefangenschaft endete erst mit dem Pyrenäenfrieden 1659. Im Vertrag von Vincennes erhielt er 1661seine Herzogtümer zurück.
Die Auflagen waren unter anderem die Vernichtung der Befestigungen von Nancy, Abtretung von Teilen Lothringens im Bereich von Metz, Verzicht auf Ansprüche betreffend Moyenvic, Jametz, Clermont und Stenay.
Bar ging nur in seine Herrschaft zurück indem er es von Frankreich zum Lehen nahm.

Als designierter Nachfolger für Karl IV. stand sein Neffe Karl V. bereit. Wohl aus persönlicher Abneigung diesem gegenüber hatte der noch Regierende Karl IV 1662 im Vertrag von Montmartre an Ludwig XIV. Nachfolgerechte an seinen Herzogtümern zugebilligt. (dieser Vertrag wurde aber nicht umgesetzt). Im Gegenzug sollten die Herzöge von Lothringen den Rang von Prinzen von Geblüt erhalten, was zumindest theoretisch zur Thronfolge in Frankreich berechtigt hätte.
Der sofortige Protest seitens Karl V. und seines Vaters Nikolaus Franz erstickte diese innerfamiliäre Provokation.
Karl IV. setzte seine Regierung in Form eines absolutistischen Regiments fort.

Immernoch nahm er Frankreich, welches unter Ludwig XIV. aus seinem Streben nach absoluter Vormacht kein Geheimnis machte, als die grösste Bedrohung wahr. Dies veranlasste ihn zu umfangreichen Aufrüstungen. Ein Ultimatum seitens Ludwigs XIV. an Karl zur Auflösung seiner Armee war 1669 die Folge.
Als er sich diesen Forderungen verweigerte, fielen französische Truppen im Sommer 1670 abermals in Lothringen ein.

Karl IV. verliess das Land und nahm wieder einmal im Dienst des Kaisers den Kampf gegen Frankreich auf. 1675 kämpfte er noch in der Schlacht an der Konzer Brücke an der Seite von Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg gegen Marschall François de Bonne de Créqui.
Wenig später verstarb er ( laut mehrerer Quellen ) am 18. September des selben Jahres in Allenbach zwischen Birkenfeld und Bernkastel. Einigen Angaben zufolge lag seinem Tode eine Erkrankung zugrunde, andere berichten von Schlaganfall. Auch bestehen Überlieferungen, die besagen, er sei auf dem Wege in Richtung Süden zum Oberrhein verstorben. Der redaktionell verifizierte Ort ist jedoch Allenbach ( hist. Alenbach ) im Hunsrück.
Dort wurde sein Leichnam auch zunächst beigesetzt. Im Jahr darauf, 1676, erfolgte die Umbettung nach Koblenz. Angegeben wird verschiedentlich die Krypta der heutigen Loreto-Kapelle an der Kapuzinerkirche im Stadtteil Ehrenbreitstein.

Im Jahr 1933 wurde die Kapelle als Konradskapelle dokumentiert. Die Gruft wurde 1934 geschlossen und verschüttet. Bei Restaurationsarbeiten 1977 wurden Fresken wiederentdeckt, woraufhin die Kapelle den heutigen Namen Loretokapelle erhielt. Seitdem ist die Kapelle nicht mehr zugänglich.

( nach derzeitiger Auskunft fanden auch die Gebeine Karls IV. in Lothringen die letzte Ruhe )


Das Granadenkmal bei Wasserliesch


Nachstellung der Schlacht an der Konzer Brücke
Modell in einem Ausstellungsraum in Wasserliesch




Die oben erwähnte Schlacht an der Konzer Brücke fand am 11. August 1675 in der Ebene zwischen Könen, einem heutigen Stadtteil von Konz, und Reinig, einem heutigen Ortsteil der Gemeinde Wasserliesch statt. Das Schlachtfeld umfasste ebenso die Steigung hinauf bis zum Liescher Berg.
Ziel der Schlacht war vornehmlich die Befreiung der Region von Französischer Besatzung, die seit dem Jahr 1673 andauerte und die Stadt Trier sowie deren Umland betraf. Ein Bündnis von Truppen der Deutschen Herzöge von Braunschweig-Lüneburg-Zoll, vereint mit Österreichern, Lothringern und Spaniern waren mit 17.000 Mann zur Schlacht angetreten.
Ihnen entgegen stand ein Französischer Heer unter der Führung von Maréchal Créquy ( Marschall Crequi ) in einer Stärke von 10.000 Mann. Die Schlacht begann am am Vormittag des 11. August 1675.
Die Konzer Brücke war durch Marschall Cerqui zu beiden Seiten des bewaffneten mittleren Wehrturms gesprengt worden. Genutzt wurde daher einen daneben errichtete Pontonbrücke. Die Französischen Truppen Ludwigs XIV. wurden geschlagen. Herzog Karl von Lothringen führte die Kavallerie und hatte wesentlichen Anteil an diesem Sieg. Geschichtlich gilt das Hauptverdienst am Sieg in der Schlacht an der Konzer Brücke jedoch dem kaiserlichen General Otto Heinrich Marchese de Grana. Nach ihm wurde die Granahöhe bei Wasserliesch benannt. Das Granadenkmal wurde erst weit später errichtet. ( kleines Bild ganz links )

     

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