La Grande Guerre
der Erste Weltkrieg im Umfeld von Verdun

 





Europa auf dem Weg zum
Grossen Krieg

Der Name Verdun steht stellvertretend für den Grossen Krieg, La Grande Guerre, einem der zentralen Ereignisse europäischer Geschichte.
Die Wurzeln dieses Konflikts zwischen den europäischen Völkern, und im besonderen zwischen Deutschen und Franzosen, liegen aber weit tiefer und sind bedeutend vor der beiderseitigen Mobilmachung im August 1914 zu sehen.

So war Lothringen seit dem Vertrag von Verdun im 9. Jahrhundert stets das Ziel ungezügelter Begehrlichkeiten seiner Nachbarn, galt es denen doch als militärisch und politisch labil, und das geographisch langgestreckte Reich zwischen den Mühlsteinen verfügte obendrein über begehrte Rohstoffe.

In Bezug auf den Ersten Weltkrieg, bzw. den Teilaspekt zwischen Franzosen und Deutschen, spielte der vorangegangene Krieg und dessen Ausgang 1871 sicher die wichtigste Rolle, will man das zu dieser Zeit bestehende Unverständnis füreinander begreifen.

Der Krieg von 1870–1871 wurde durch das Kaiserreich Frankreich gegenüber dem Königreich Preussen bzw. dem Norddeutschen Bund erklärt, wobei auf französischer Seite wohl nicht damit gerechnet worden sein kann, dass sich die drei süddeutschen Staaten, die nur vier Jahre zuvor noch gegen Preussen gekämpft hatten, auf dessen Seite stellen würden.

So wurde innerhalb weniger Wochen die französischen Armeen des Französischen Kaisers durch die unerwartet grosse Allianz geschlagen und Napoléon III. gefangen genommen. Dennoch führte Frankreich als neugegründete "Dritte Republik" den Krieg fort. Erst nach anhaltender Belagerung von Paris ergab sich am 26. Februar 1871 der Vorfrieden von Versailles, der dann anschliessend im Mai die Grundlage für den Frieden von Frankfurt war.

Der zeitgemäss uneinsichtige Umgang mit der Niederlage, die provokante Kaiserproklamation, ausgerechnet in Versailles und Reparationsforderungen, die das breite Volk hart treffen sollten, bargen den Keim für spätere Konflikte.

Besonders unfähig zeigten sich die Herrschenden im Umgang mit der Kriegsfolge, dass Elsass-Lothringen ins Deutsche Reich eingegliedert wurde. Nach heutigem Politikverständnis gibt solches Handeln Anlass zu anhaltenden diplomatischen Offensiven, zu dieser Zeit legte man damit ein Fundament für den französischen Revanchismus.

Richtiger Frieden herrschte fortan nie, eher ein Zustand des "Nichtkrieges". So ging Zentraleuropa mit einem Netz von Zweckbündnissen in Richtung eines neuen Jahrhunderts, in dem koloniale Strukturen, soziale Spannungen und nicht zuletzt neue gesellschafts- und wirtschaftspolitische Gedanken das Zusammenspiel der Mächte herausforderten.





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Vielfältige Veränderungen in den Bereichen medizinischer Versorgung, Ernährungslage und auch in den gesellschaftlichen Normen führten zusammen mit vielen weiteren Faktoren zu Verschiebungen in den Bevölkerungszahlen.
Machtverhältnisse richteten sich zunehmend nach der industriellen wirtschaftlichen Bedeutung der Länder, und hinzu kam die steigende Focussierung aller Staaten Europas auf nationale Integration und die sich verstärkende Tendenz zur Identifikation im völkisch-nationalen Sinne.

Der durch die aufgekommene Industrialisierung erreichte Produktivitätszuwachs der Wirtschaft und der daraus resultierende steigende Lebensstandard konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich Europa nicht wirklich im Frieden befand, die angespannte Lage zwischen den Bündnisgeflechten zeigte vielmehr schon den Charakter einer Vorkriegszeit.








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