Informationen zu geschichtlich und touristisch interessanten Orten und Begebenheiten im heutigen Luxemburg





Luxemburg unterteilt sich in drei Distrikte mit jeweils mehreren Kantonen :
Luxemburg (Distrikt)
Kanton Capellen
Kanton Esch an der Alzette
Kanton Luxemburg
Kanton Mersch
Diekirch (Distrikt)
Kanton Clerf
Kanton Diekirch
Kanton Redingen
Kanton Vianden
Kanton Wiltz
Grevenmacher (Distrikt)
Kanton Echternach
Kanton Grevenmacher
Kanton Remich

Luxemburg

Ausgrabungen aus dem 2. Jh v.Chr. belegen erste menschliche Siedlungen im Bereich des heutigen Luxemburgs durch die Kelten.
Mitte des 1. Jh v.Chr. eroberten Römer unter Caesar das Gebiet Gallien und auch Teile von Germanien bis an den Rhein. So wurde im Zuge dieses Vordringens die Region des heutigen Luxemburg Teil des Imperium Romanum, bis dann im 5. Jahrhundert n. Chr. die Völkerwanderung zu einem Besiedlungswechsel führte.
Ein Zusammenschluss verschiedener germanischer Stämme, die später als die Franken bezeichnet wurden, verdrängten die römischen Herrscher.
Während der frühen Christianisierung entstanden Klöster, so auch das Kloster Echternach, welches durch den angelsächsischen Missionar Willibrord im Jahre 698 gegründet wurde.
Es gehört damit zu den ältesten Zeugnissen in der Geschichte des Landes, und Willibrord gilt als eine der ersten historischen Figuren in der Entstehungsgeschichte des heutigen Luxemburg.

963, zur Zeit des Ostfränkischen Reiches, kam Graf Siegfried I. durch einen Tauschhandel mit der Trierer Abtei St.-Maximin in den Besitz des "Bockfelsen" in der heutigen Stadt Luxemburg an der Alzette und begründete somit das Adelsgeschlecht der Luxemburger.
984 stand er beim Kampf um die Nachfolge des Kaisers Otto II. in Lothringen auf der Seite Ottos III. Siegfried I. geriet in die Gefangenschaft des westfränkischen Königs Lothar und verblieb dort bis zu dessen Tod 986. Danach gelang Siegfried die Flucht.

Auf der Suche nach historischen Zusammenhängen zwischen Luxemburg und den benachbarten Gebieten stösst man unter anderem auf die "Wigeriche", eine der ältesten nachgewiesenen europäischen Adelsfamilien.
Der Ursprung der sogenannten Ardennengrafen reicht zurück bis zum als Stammvater angesehenen Wigerich zu Beginn des 10. Jahrhunderts.
Er war Pfalzgraf von Lothringen und Graf im Bidgau (heutiges Gebiet um Bitburg, Landkreis Eifelkreis Bitburg-Prüm).

Die überregionale Bedeutung der Wigeriche verdeutlicht sich in den Titeln einiger der Nachkommen aus der Ehe zwischen Wigerich und Kunigunde :
Adalbero I. (geb. 910, verst. 962), Bischof von Metz 929 bis 962
Siegfried I. (vermutlich geb. 915 oder 917, verst. 997), Graf im Moselgau
Friedrich I. (geb. 912, verst. 978), Graf von Bar und kurzzeitig auch Herzog von Oberlothringen
Giselbert, Graf im Ardennergau

In der der Dynastie fanden sich Titel wie Ardenner Grafen und Grafen von Verdun. Ende des 10. Jahrhunderts erhielten die Wigeriche die Herzogswürde von Niederlothringen und Oberlothringen. Es bestanden Beteiligungen an den Grafschaften Luxemburg, Hennegau, Verdun, Bar und Ardennen sowie Antwerpen und Brabant.



Karte Luxemburg und Lothringen
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Karl IV. Herzog von Lothringen und Bar
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Karl V. bis Stanislaus I. Leszczynski

Einige chronologische Daten zur frühen
Geschichte von Lothringen

Von der Dynastie Habsburg-Lothringen
bis zu den Schüssen von Sarajevo

Jeanne d´Arc
jede Zeit braucht ihre Helden

Die stets instabilen Herrschaftsverhältnisse in Europa brachten auch der Region des heutigen Luxemburg immer wieder neue Oberhäupter.
Unter anderem regierten die Habsburger des ausgehenden 15. Jahrhunderts das Land als Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, im 16. Jh unter der Habsburgerischen spanischen Linie.

Infolge des Pyrenäenfriedens von 1659 wurde das Land geteilt. Der Süden von Diedenhofen bis Montmédy fiel an Frankreich. Ende des 17. Jh brachten die Reunionskrieges von 1683/84 unter Ludwigs XIV. das gesamte Gebiet in die Herrschaft Frankreichs.
Im 18. Jh fiel Luxemburg an die Österreichischen Niederlande und war somit wieder Habsburger Land und damit Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, danach durch Napoleon wiederum Französisch bis 1814.
1815 wurde im Wiener Kongress festgelegt, dass Luxemburg als Grossherzogtum Bundesstaat des neu gegründeten Deutschen Bundes werden sollte, regiert in Personalunion mit dem Königreich der Vereinigten Niederlande.
Einige nördliche Gebiete des vormaligen Luxemburg fielen von Frankreich an die Niederlande, östliche Gebiete an Rheinpreussen, eine der preussischen Provinzen, die seit 1822 das Königreich Preussen und den Freistaat Preussen bildeten.
1839 kam es zur weiteren Teilung, und es entstand eine französischsprachige Westhälfte, die als Provinz Luxemburg an Belgien fiel, und so verblieb als Grossherzogtum Luxemburg die deutschsprachige Osthälfte.

Im Londoner Vertrag von 1867 wurde Luxemburg für neutral erklärt und die deutsche Bundesfestung in Luxemburg wurde zerstört. Bundesfestungen des Deutschen Bundes waren auch Mainz und Landau, später ebenso Ulm und Rastatt.
Sie unterstanden der Bundesversammlung, dem obersten Organ des Deutschen Bundes mit Sitz in Frankfurt am Main.

Als das Niederländische Königshaus Oranien-Nassau 1890 keine männlichen Nachfahren mehr waren, gelangten die nächsten männlichen Verwandten, die Herzöge von Nassau-Weilburg, an die Regierung.
Somit erhielt Luxemburg seine eigene Erbdynastie, das Haus Nassau-Weilburg.
Aus dieser Linie stammt auch eine der grossen Persönlichkeiten des "Luxemburg der Neuzeit", Charlotte von Nassau-Weilburg (geb. 23. Januar 1896 auf Schloss Berg, verst. 9. Juli 1985 auf Schloss Fischbach).
Sie war eine Tochter des Grossherzogs Wilhelm IV. von Luxemburg und von 1919 bis 1964 Grossherzogin von Luxemburg.


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