Informationen zu
Verdun 1916


 




Übersichtstafel in den
Champs de Bataille


Frontmuseum


Szene aus einem Unterstand
( Museum )


Ortsschild Fleury


Douaumont


Bitte um respektvolles Verhalten innerhalb der Champs-de-Bataille


Fotos von Fleury-devant-Douaumont



Ortstafel des zerstörten Dorfes Vaux



einige Daten zu den Ereignissen von
Verdun im Jahr 1916


Bewusst wollen wir hier auf jegliche Aneinanderreihung von Schlachten und gegenseitigen Geländegewinnen und -verlusten verzichten und betrachten nur einige Daten betreffend der aus deutscher Sicht sogenannten "Westfront" ab dem Februar 1916, dem Schicksalsjahr von Verdun.

Anfang Februar 1916 befinden sich rund 1.5 Mio Kriegsgefangene in deutschen Lagern. Deutsche Bomben fallen bei Ramsgate an der englischen Küste. Deutschland erklärt Portugal den Krieg.
Die auf den 12.02.1916 vorgesehene Offensive bei Verdun muss aufgrund der Wetterlage verschoben werden, was der französischen Seite noch etwas Zeit zur Verstärkung der Festungsfront gibt.

Dann am 21.02.1916 beginnt in den Morgenstunden um 07.15 Uhr die deutsche Offensive bei Verdun.
Auf einer Länge von rund 60 Kilometern erfolgt zunächst ein zehnstündiger Artilleriebeschuss aus 1400 Geschützen. Die Front weitet sich aus, und tags darauf erfolgt der erste Hauptangriff.

Nach der Besetzung von Brabant durch deutsche Truppen, die Eroberung von Samogneux, der Höhe 344, des Fosses-Waldes, des Chaume-Waldes und der Ortschaft Orne und einem enormen Artillerieeinsatz von deutscher Seite schwindet die Verteidigungskraft der französischen Truppen. Am 25.02. wird der Vauche-Wald von deutschen Truppen besetzt und Fort Doaumont geht kampflos an die Deutschen über. Der französische General Petain erhält den Oberbefehl über den Verteidigungsabschnitt Verdun.


04.03.1916 fällt das völlig zerstörte Dorf Douaumont.
06.03.1916 greifen deutsche Truppen zwischen Forges und Bethincourt an und Forges wird besetzt.
07.03.1916 Der Hohe Gänse-Rücken bei Regnéville-sur-Meuse und der Rabenwald werden besetzt.
08.03.1916 Der Raben-Wald wird von französischer Seite zurückerobert, und deutsche Kräfte erreichen den Dorfrand von Vaux.
09.03.1916 Teile der Höhe "Toter Mann" ( Mort-Homme ) werden von Deutschen besetzt.
10.03.1916 Der Raben-Wald wird wieder durch deutsche Truppen besetzt.
20.03.1916 Deutsche Truppen besetzen die Wälder von Avocourt zwischen Mort-Homme und Varennes-en-Argonne sowie Malancourt.

08.04.1916 Eroberung des Dorfes Béthincourt.
08.05.1916 bei einer Explosion im Fort Douaumont kommen fast 700 Soldaten und Offiziere ums Leben.
20.05.1916 deutsche Truppen nehmen den Gipfel von Mort-Homme ein.
22.05.1916 Gegenoffensive der Franzosen am rechten Maasufer in Richtung Douaumont und Einnahme von Teilen des Forts Doaumont.
23.051916 Gegenangriff der Deutschen und Rückeroberung von Fort Doaumont.
02.06.1916 Teileinnahme von Fort Vaux durch deutsche Truppen und anschliessende Belagerung.
07.06.1916 Kapitulation des Fort Vaux und vollständige Einnahme durch deutsche Truppen.
23.06.1916 Thiaumont und Kalte Erde von Deutschen erobert und wieder verloren. Einmarsch in der heute nicht mehr existenten Ortschaft Fleury-devant-Douaumont.

11.07.1916 Vordringen deutscher Kräfte von Fleury in die Weinberg-Schlucht und bis Fort Souville mit dem nicht erreichten Ziel der Ebene von Verdun.

02.09.1916 Hindenburg ordnet die Einstellung der Angriffe auf die Festung an.

Ab dem 21.10.1916 beginnen die französischen Pläne zur Rückeroberung der Festungswerke vor Verdun.

am 23.10.1916 fordert ein Brand im Fort Douaumont weitere 50 Todesopfer.
am 24.10.1916 wird das Fort Douaumont und mehrere zugehörige Anlagen durch französische Truppen zurückerobert.
am 01.11.1916 wird auch Fort Vaux durch französische Kräfte zurückerobert.
am 15.12.1916 wird auch Vacherauville von franz. Truppen zurückerobert.

am 16.12.1916 gelingt die Rückeroberung von Bezonvaux.
Hier definiert sich nach allgemeiner Ansicht das Ende der Schlacht um Verdun. Die territoriale Situation unterschied sich nur unwesentlich von der Lage am Beginn der Kämpfe.

Statistiken aus dem August 1918 beziffern die Verluste aller Seiten auf ca. 11 Millionen Tote und 19 Millionen Verwundete.







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Der Text einer Gedenktafel bei Fleury-devant-Douaumont verdeutlicht die Situation mehrerer Dörfer im Beferstigungsbereich von Douaumont.
( Textwiedergabe )
" Bis zum Ersten Weltkrieg hatte Fleury... ein arbeitsames, doch friedliches Dasein. Seit undenklichen Zeiten verliefen die Tage und die Arbeit im Takt der Jahreszeiten...
Bei den Invasionen von 1792*, 1814* und 1879* blieben diese bewaldeten Höhen, wo es noch Wölfe gab, verschont. Das Rad der Zeit, das in Fleury-devant-Douaumont stillzustehen schien, begann sich ab 1870 plötzlich zu beschleunigen. Die Schmalspurbahn von Verdun-Douaumont führte jetzt über Fleury-devant-Douaumont. Der Bau der Redoute in Souville (Anm: Befestigungsanlage) , der Befestigungen von Tavennes, Froideterre und der Zwischenbauten bringen ein Heer von Arbeitern und Soldaten in die stillen Dorfstrassen.
Im August 1914 sahen die 400 Dorfbewohner die Regimenter von Verdun auf dem Weg in die Ebene von Woëvre an ihren Haustüren vorbeimarschieren. Mit der Schlacht an der Marne im September rückte die Frontlinie auf nur einige Kilometer nördlich und nordöstlich an das Dorf heran. 1915 gehörte das Dorf, noch unbeschädigt und mit Truppen überfüllt, zur befestigten Region von Verdun."

(* diese genannten Kriegsjahre beziehen sich auf weitere Themen, die wir bitten, gesondert zu recherchieren)

Am 21. Februar 1916 begann das Bombardement von Fleury und auch der umliegenden Gemeinden auf den Champs de Bataille um Douaumont. Die Bewohner wurden in Richtung Bras sur Meuse und Verdun evakuiert. Nachschubtruppen befanden sich zugleich auf ihrem Weg in entgegengesetzter Richtung zur Front. Am 24. Februar waren deutsche Truppen bereits in Sichtweite. Das Dorf wechselte mehrfach zwischen Deutschen und Franzosen und wurde innerhalb von Wochen völlig aufgerieben. Nach dem Fall von Fort Vaux war Fleury Bestandteil der Frontlinie und bestand nur noch aus Gräben und Granattrichtern.


Die strategisch wichtige Lage des Dorfes als "Pforte nach Verdun" besiegelte sein Schicksal. Von Juni bis August 1916 während des Ansturms auf Froideterre-Souville wurde auch der letzte Rest von Fleury-devant-Douaumont umgegraben.
Im Oktober und November begannen von Fleury-devant-Douaumont aus die Offensiven zur Rückeroberung der Forts Douaumont und Vaux.
Nach 1918 wurde Fleury-devant-Douaumont nicht wieder aufgebaut . Es trägt den Ehrentitel "für Frankreich gefallen". Lediglich die Kapelle und die Hinweise auf frühere Wege, Strassen und Gebäude sowie Mahntafeln erinnern an das Dorf. Fleury-devant-Douaumont hat dennoch einen Bürgermeister. Die Kapelle Notre Dame de l’Europe mahnt in einer Inschrift an der Fassade zu Brüderlichkeit und Frieden.


Die wiederaufgebaute Kapelle des Dorfes Fleury-devant-Douaumont


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