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Fischbachtal


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Fischbachtal im Hunsrück
Fährt man das Nahetal entlang von Kirn in Richtung der Edelsteinstadt Idar-Oberstein, gelangt man etwa auf halber Strecke in Weierbach an einer grossen Tankstelle und einem "Restaurant mit dem grossen M" nach rechts ins Fischbachtal. Dem Fischbach aufwärts folgend führt eine gut ausgebaute Strasse durch dieses Naturgebiet.
Der erste Ort, den man in diesem romantischen Tal erreicht, ist Fischbach. Das Dorf selbst hat eigentlich wenig zu bieten und fristet das übliche Dasein eines ehemals blühenden Ortes mit allerlei Wirtschaftslebens, der durch die Segnungen der lange herbeigesehnten Umgehungsstrasse die Entwicklung ins Abseits nahm.
Auf dieser Umgehungsstrasse sollte man auch bleiben, bis rechts die Abzweigung zum historischen Kupferbergwerk erscheint. Es lohnt sich, diesen Schildern zu folgen. Das Besucherbergwerk ist sehr aufschlussreich und eignet sich bestens für einen Zwischenstop mit Mittagessen oder auch zur Kaffeezeit.

Zurück auf der L160 in Richtung Herrstein gelangt man durch ein recht grosses Steinbruchgebiet. Es folgt auf der rechten Seite eine kleine Abzweigung, die Zufahrt zur Weiherschleife, einem kleinen Gartenlokal neben dem sich eine Edelsteinschleiferei befindet, wie sie in vergangenen Zeiten betrieben wurde. Mit interessanten Erklärungen lässt sich diese Schleiferei besichtigen.
Ein Stück weiter entlang der L160 liegt linkerhand der Ort Niederwörresbach und rechts Herrstein. Hier sollte man die Umgehungsstrasse versassen und nach Herrstein hineinfahren, im Ortskern parken und zu Fuss das Tor zur Altstadt nehmen. Der Blick hinter die alte Stadtmauer gibt einen umfassenden Eindruck dieses historischen Kleinodes an der Deutschen Edelsteinstrasse.

Der Überlieferung nach wurde Herrstein als Burg auf einem Felsvorsprung zwischen 1250 und 1275 gegründet. Mehr als 50 sorgsam hergerichtete Fachwerkhäuser laden zu einem Bummel durch den Ort ein und bilden eine eindrucksvolle Kulisse für zahlreiche Märkte und Veranstaltungen. Herrstein ist ein sehr typisches Beispiel einer mittelalterlichen deutschen Kleinstadt.


Nirgendwo sonst in der Region Nahe-Hunsrück hat sich eine mittelalterliche Stadt so weitgehend erhalten. 1971 wurde mit der Restaurierung des einmaligen historischen Ortskerns begonnen und die Resultate sind verdienterweise ein Publikumsmagnet. Zwischen 1600 und 1800 entstanden in und um den historischen Ortskern die meisten der zahlreichen Häuser in fränkischem Fachwerk, sie geben dem Ort in Verbindung mit den engen Gassen das markante Bild.




Im weiteren Verlauf der Route durch das Fichbachtal in Richtung Kempfeld bietet sich in Weiden, einem kleinen Ort rechts auf der Höhe eine Unterkunft an, erwähnenswert wegen des für Familien, Rucksackreisende und Naturfreunde interessanten Angebotes einer Übernachtung im Heu. Für Radfahrer, Wanderer, Reiter, größere Gruppen und Durchreisende für eine Nacht und mehr, wurde hier auf dem Heuboden ein grosses Nachtlager bereitet. Es gibt aber auch die Möglichkeit zur "zivilisierteren" Übernachtung.

Über Kempfeld gelangt man durch den Naturpark Saar-Hunsrück nach Schauren, Stipshausen und nach Rhaunen. Auf dieser Route erhält der Besucher einen umfassenden Eindruck von der Urlaubsregion Hunsrück. Im Ortszentrum von Rhaunen, an der Talsohle verläuft ein kleiner Bach. Hier befinden sich die historischen Gebäude des Ortes, wie das alte Rathaus und einige umliegenden Häuser. Ein Café an dieser Stelle ist bemerkenswert gut und günstig mit hausgemachten Kuchen, modernem Ambiente, Internetanschluss und kleiner Gartenterrasse. Ein netter Platz für eine Pause.

Rhaunen ist ein gut geeigneter Ausgangspunkt für Touren in die Umgebung. Zentral gelegen zwischen vielen kleineren Dörfern des Hunsrück bietet die Gemeinde Rhaunen eine geeignete Infrastruktur für Urlauber. Privatunterkünfte und Einkaufsmöglichkeiten sowie eine gute Verkehrsanbindung zu den umliegenden Orten und Sehenswürdigkeiten in der Verbandsgemeinde und dem Umland erwarten den Urlauber in diesem Hunsrückdorf.
Unweit von Rhaunen und in wenigen Minuten mit dem Auto erreichbar liegen die Sehenswürdigkeiten des Fischbachtals mit dem historischen Kupferbergwerk, dem Ortskern von Herrstein, die Asbacher Hütte mit der Wasserschleife Biehl sowie Kempfeld mit der Wildenburg und dem kleinen Tierpark.

Auch die Edelsteinstadt Idar-Oberstein ist im Rahmen einer kleinen Rundfahrt erreichbar.

Die Ursprünge der Wildenburg gehen zurück auf keltische Zeiten, als hier eine Fliehburg entstand. Die Gebäude der heuteigen Burganlage wurden auf den mittelalterlichen Grundmauern errichtet.


Der restaurierte Bergfried bietet eine gute Aussicht über die Region, und das Wildfreigehege ist ein beliebtes Ausflugsziel.


Als Ausgangspunkt für Wanderungen ist der grosse Parkplatz bestens geeignet, und die Gaststätte ist besuchenswert. Sie bietet einen authentischen Innenhof, rustikales und gepflegtes Ambiente sowie gute regionale Küche.


In direkter Nachbarschaft zu Rhaunen liegt das Hunsrückdorf Stipshausen. Durch diesen Ort führt der Sironaweg, eine der zahlreichen ausgewiesenen Touristikpfade, auf denen der Besucher reichlich Information zu Kultur und Geschichte der Region erhält. Zahlreiche Naturdenkmäler und Panoramapunkte finden sich entlang des Weges. In einem Quellheiligtum bei Hochscheid im Idarwald wurde eine Statue der gallo-römischen Göttin gefunden, die heute zusammen mit einer Apollo-Statue im Landesmuseum Trier ausgestellt ist.

Abbilder dieser Funde befinden sich im Sirona - Pavillion in Stipshausen.
In Stipshausen findet sich Gelegenheit, einen originalen Hunsrücker Schwenkbraten bei schönem Ausflugswetter im Freien zu geniessen. Das Gasthaus zum dicken Hännes bietet diese Hunsrücker Spezialität im zünftigen Biergarten an.
Der Sirona-Weg führt auf einer Strecke von über 100 Kilometern durch die Region, vorbei an vielen keltischen und römischen Relikten und regionalen Sehenswürdigkeiten wie der Altburg bei Bundenbach, der dortigen Keltensiedlung, den historischen Hügelgräbern zwischen Stipshausen und Berschweiler, dem sehenswerten Kupferbergwerk bei Fischbach und der Altburg bei Hoppstädten-Weiersbach.


Von Rhaunen aus sollte der Weg hinauf nach Bundenbach führen, wo gleich am Ortseingang die Abfahrt nach links zu empfehlen ist. Sie führt zur Besuchergrube Herrenberg, einem Schieferbergwerk mit Besichtigungstour und einer interessanten Fossilienausstellung. Ebenfalls sehenswert ist hier die nahegelegene Keltensiedlung. Die Wanderwege in diesem Feriengebiet bieten einmalige Aussichten über das Hahnenbachtal.



Durch das Hahnenbachtal gelangt man anschliessend wieder zurück nach Kirn an der Nahe.

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