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reiseredaktion.eu |
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Eine
der meistbefahrenen Strecken in Deutschland ist sicherlich die Autobahn
zwischen Karlsruhe und
Stuttgart. Von Westen
kommend erreicht man knapp 30 Kilometer nach Karlsruhe die Drei-Täler-Stadt
Pforzheim am Rande des Schwarzwalds. Von hier aus bieten sich landschaftlich
reizvolle Touren in die Täler von Würm, Nagold und Enz. Die
besondere geographische Lagen macht die Stadt zur Pforte zum Schwarzwald. |
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Pforzheim
liegt am Nordrand des Schwarzwalds. Weltbekannt wurde die Stadt durch
die traditionell
ansässige Schmuck- und
Uhrenindustrie. Sie gab Pforzheim die Beinamen Gold-, Schmuck- und
Uhrenstadt. In dieser abwechslungsreichen und sehenswerten Region ist der Übergang zum Kraichgauer Hügelland. |
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Sicher
mag es bessere Jahreszeiten für eine
Deutschlandreise geben als ausgerechnet Mitte Oktober. Dieser als so
golden gelobte Herbstmonat hält für den Reisenden oft unvergesslich
schöne Wetterlagen bereit und färbt besonders die weit verbreiteten
Mischwälder in einer traumhaften Farbenpracht. Alleine die Chance,
eventuell solche Herbsttage beschert zu bekommen, ist eine Reise zu
dieser Jahreszeit wert. Wer allerdings ausgerechnet eine intensive Regenfront als Begleiter findet, dem bleibt nur das Ausharren und die Hoffnung auf angenehmeres Wetter am nächsten Tage. |
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Wir
hatten wie so oft mal wieder den Wohnwagen am Haken, und der Regen
sorgte dank ungewöhnlicher Heftigkeit
für eine spürbare Verminderung sowohl der Reisegeschwindigkeit
als auch des Reisevergnügens. Schon im Rheinland verhiess der
Abendhimmel nichts Gutes, besonders beim Blick in Richtung Osten, wo
sich die ansonsten recht homogen graugefärbte Wolkendecke in kontrastreichen
Grau- und Schwarztönen präsentierte, und uns einen gebührlichen
Empfang zu bereiten schien. Und so sollte es auch kommen... |
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In mehreren Etappen zwischen immer wiederkehrenden
Starkregenphasen erreichten wir das gesetzte Tagesziel Pforzheim. Nur noch wenige Kilometer bis zum zuvor virtuell ausgewählten Campingplatz. Diesmal sollte es der Luxus von vier Sternen sein, die hier recht günstig angeboten wurden. Mit jedem der letzten Kilometer war die Überzeugung gewachsen, dass wir uns das verdient haben. |
Die
Durchquerung von Pforzheim stellte sich als unerwarteter Zwang zum
Regelverstoss heraus.
Wir, die wir
uns eigentlich
ganz gerne an geltende Vorschriften halten, sahen uns einer unvermuteten
Herausforderung in Form einer plötzlich auftauchenden sogenannten "Umweltzone" gestellt.
Das mag dem regelgewohnten Einheimischen geläufig sein, und stösst
wahrscheinlich bstenfalls auf wohlwollende Akzeptanz, handelt es sich
hierbei ja sicherlich um eine der vielen unabdingbaren Massnahmen zur
Rettung der Welt. Heftiger Regen, eine enge Strasse, diverse Baustellenschilder
( Dank Konjunkturpaket allerorten anzutreffen ), zudem ein Gespann
mit Wohnanhänger... also Augen zu und durch, es ist finstere Nacht
und die Hoffnung, auch Ordnungshüter mögen kein solches Wetter,
macht ausreichend Mut, diesen fatalen Regelverstoss einzugehen. |
Nach
einer recht kurzen und überschaubaren
Strecke war diese Umweltzone wieder aufgehoben, und der Blutdruck senkte
sich. Hinterher stellt man sich dann allerdings die Frage, wo soll man mitten in der Nacht eine Plakette herbekommen, von deren Existenz man zwar schon mal eher beiläufig gehört hat, sie aber bewusst noch nie so richtig wahrgenommen hat. Muss man sowas in einer, die Pforzheimer mögen es uns nachsehen, verhältnismässig "kleinen", wenn auch bedeutenden Stadt wie Pforzheim, denn wirklich dem Reisenden zumuten ? Von Bildern und aus zuvor durchgeführter Recherche erscheint uns Pforzheim bereits bedeutend genug, jegliches Selbstbewusstsein zu rechtfertigen. Den Griff nach dem Prestige einer Weltmetropole mittels der Profilierung durch Umweltzonen habt Ihr Pforzheimer doch nun wirklich nicht nötig ! |
Sei's
drum, das schlechte Gewissen hält sich in Grenzen und wir wenden uns wieder dem normalen Leben
zu, schliesslich durchquerten wir diese Luftkurzone mit einem Partikelfilter,
und eine Plakette macht ein Auto auch noch nicht zum gesundheitsfördernden
Atemgerät. ( zur Erklärung für unsere Unbedarftheit sei erwähnt, dass die Reiseredaktion eigentlich in Frankreich ansässig ist, daher ist Deutschland für uns quasi "Ausland" - da fehlt es dann schon mal am kulturellen Verständnis - sorry ) |
Nach
dem Erklimmen einer Anhöhe am Stadtrand
von Pforzheim gelangten wir über eine recht kurvenreiche Strecke,
die wir gerne am Tage genossen hätten, zu dem anvisierten gut
beschilderten Campingplatz, der zu dieser nachtschlafenen
Zeit natürlich schon lange nicht mehr geöffnet hatte. Hier zeigte sich
aber schon, dass die Betreiber es mit dem Kundenservice offensichtlich ernst
meinen. Ein grosszügiger Parkplatz vor der Einfahrt steht für nächtliche
Ankömmlinge bereit, topfeben, sauber asphaltiert und in einem Vertrauen
erweckenden Umfeld. Bereits hierfür gebührt dem Platz besondere Erwähnung. |
Der
ungezwungene und freundliche Empfang am nächsten
Morgen trug sofort zu unserem steigenden Wohlbefinden bei. Der wohlerzogene
Haus- und Hofhund begrüsste uns in freundlicher Gelassenheit,
und die Gastgeberin bot uns mehrere Stellplätze zur Auswahl. Dieser Platz ist somit das, was wir immer suchen. Landschaftlich schön gelegen, angenehm ruhig, keine Durchgangsstrassen und keine Kirchenbimmel ( abgesehen vom allerorts unumgänglichen Glockenterror morgens um 6 Uhr ), obendrein preiswert ( trotz der vier Sterne ), und ein paar kleine Extras bezüglich der Campingplatz-Ausstattung machen uns hier das Leben angenehm. |
Im
Bereich der Rezeption steht ein Internet-Terminal bereit, DVBT-Empfang
erspart uns das Ausrichten
der Sat-Schüssel,
die beheizten Sanitäranlagen sind vorbildlich, jeder Caravan-
bzw. Wohnmobilstellplatz hat einen eigenen Wasseranschluss und die
Stromkästen sind immer in der Nähe. Die Fahrwege zu den Stellflächen
sind schnörkelfrei, also sehr wohnwagenfreundlich, die Parzellen
werden nicht durch Buschreihen eingegrenzt und geben daher ausreichend
Rangierraum. |
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Die
eine oder andere Heckenreihe gibt dennoch genügend
Diskretion und die grossen schattenspendenden Laubbäume sind nicht
zu dicht gepflanzt, sodass der gesamte Campingplatz hell und freundlich
wirkt. Zudem bietet der leichte Südhang auf fast allen Stellplätzen
besten Satellitenempfang. Über Sommer ist eine Gaststätte geöffnet, zu dieser Zeit gibt es auch einen Brötchenservice, ein Fitness-Studio befindet sich auf dem Gelände und Informationsmaterial zu Sehenswürdigkeiten der Region liegt bereit. |
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Schwarzwald : |
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