Loiret 45
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Das Departement Loiret liegt in der Mitte Frankreichs und ist Teil der Region Centre.

Der Fluss Loire verläuft auf einer Länge von mehr als 1000 km durch mehrere Französische Departements. Trotz der beachtlichen Länge führt die Loire vergleichsweise wenig Wasser und ist daher auch keine eigentliche
Schiffahrtsstrasse.


Eindrucksvoll ist das Tal der Loire dennoch. Zahlreiche kleine Inseln im Fluss und die schön anzusehenden Uferverläufe machen die Loire in weiten Abschnitten zu einer Sehenswürdigkeit für Naturfreunde.

Urlauber mit Interesse an Geschichte, Kunst und Architektur besuchen gerne
das Loiretal wegen der über 300 Schlösser, für die das Tal der Loire
weltbekannt wurde.
Landschaftlich interessant ist bereits der im Süden Frankreichs beginnende Oberlauf der Loire, die sich von hier aus in Richtung Norden zieht. Auf halber Flussläge wechselt der Verlauf in Richtung Westen zum Atlantik hin. Hier liegt zu beiden Ufern der Loire die Stadt Sully-sur-Loire im Département Loiret. Das Tal ist in diesem Teil recht breit und flach. So entwickelte sich bei Sully
bereits im angehenden Mittelalter ein wichtiger Handelsweg, der an einer
Furt durch den Fluss führte. Der erste Brückenbau dieser Route datiert auf
das 10. Jahrhundert.
Diese topographische Besonderheit kommt Campingurlaubern entgegen, da sich
in diesen Ebenen immer wieder wunderbar gelegene Campingplätze finden.
Zugleich befindet man sich zwischen Sully und Chalonnes-sur-Loire in einem Abschnitt, der auf einer Länge von fast 300 Kilometern Teil des Weltkulturerbes ist. Der Weinbauort Chalonnes liegt im Département Maine-et-Loire, etwa 20 Kilometer südwestlich von Angers.
Im Unterlauf ist frei von Staustufen und Schiffe nutzen weitgehend ein den Fluss begleitendes Kanalsystem. Früher waren Transportschiffe generell kleiner und hatten auch meist weniger Tiefgang, so konnte die Loire als Schiffsweg gebnutzt werden. Für heuteige Ansprüche ist der Fluss nur noch zwischen der Mündung und der Stadt Nantes schiffbar. Oberhalb von Nantes wird sie neben Fischernbooten noch von Ausflugsschiffen befahren. Die Loire selbst ist ein frei fliessendes Gewässer. Nur im Oberlauf wurde der Flusslauf ab der Stadt Roanne mit mehreren Schleusen versehen.

Zu den Schlössern der Loire zählen je nach Definition, ab welcher Grösse man ein historisches Gebäude als Schloss bezeichnen möchte, etwa 300 bis 400 Anlagen, die entlang der Loire und ihrer Nebenflüsse in den Regionen Pays de la Loire, Centre und Bourgogne zu finden sind. Im Tal der Loire sind vor allem die mittleren Abschnitte und der Unterlauf ab Orléans bis zur Mündung in den Atlantik sowie die Nebentäler von Indre und Cher beliebte Reiseziele. Unzählige Bauwerke vom Mittelalter an bis durch alle Epochen der europäischen Kunstgeschichte sind Highligts für Kunst- und Architektur-interessierte Reisende.
Das grösste und beeindruckendste Schloss ist Château Chambord, das unter König Franz I. am Beginn des
. Jh als Jagdschloss erbaut wurde. Eine architektonische Besonderheit ist die doppelt ausgeführte Wendeltreppe. Sie ist ein Entwurf von Leonardo da Vinci und ermöglicht es heute, dass Besucher im "Einbahnverkehr" das Anwesen betreten und verlassen können.
Der Besucheranturm auf dieses berühmte Schloss ist zwar enorm, aber bei den 400 Räumen, die es zu besichtigen gilt, verteilt sich das ganz akzeptabel.
In den Sommermonaten wird der Besuch von Château Chambord durch beeindruckende Lichtinszenierungen zu einem besonderen Erlebnis.




Die Stadt Orléans an der Loire ist Universitäts- und Bischofssitz und hat rund 115.000 Einwohner. Mit einer eindrucksvollen Kathedrale und weiteren historischen und architektonischen Besonderheiten zieht Orléans die Besucher an. Ein Rundgang durch Orléans steht natürlich auch im Zeichen von Jeanne d'Arc und dem kämpferischen Leben dieser "Jungfrau von Orléans". Die grossen Glasfenster der Kathedrale erzählen in Bildern die kurze Lebensgeschichte der jungen Bauerntochter, die 1429 auf dem Scheiterhaufen endete.






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