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reiseredaktion.eu |
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Das Département Rhône liegt in der Region Rhône-Alpes am Fluss Rhône und grenzt an die Départements Ain, Isère, Loire und Saône-et-Loire |
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Bekannteste
Stadt im Departement ist wohl Lyon. Die meisten Urlauber kennen
diesen Moloch von der Durchfahrt, die Dank einer gut ausgebauten
Stadtautobahn meist relativ schnell bewerkstelligt ist. Besser,
man kennt Lyon nur von der erfolgreichen Umfahrung auf der Rocade
Est, der Umgehungs-Autobahn um Lyon herum. Ausserhalb der Hauptverkehrszeiten
kann der ortskundige Durchreisende durchaus den kürzeren Weg
durch die Stadt und den Tunnel wählen. Zur Feierabendzeit
ist das aber sicher kein Vergnügen. |
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Würde
man sich der Stadt im Blindflug nähern, könnte man sie alleine
schon vom Geruch her nicht verfehlen. Der aus deutschen Industriezentren
längest vergessene markante schweflige Mief einer Petrochemie der vorökologischen
Zeit, empfängt den Reisenden, die offene Fackel hoch oben am Kamin der
Raffinerien und weckt Erinnerungen an die Umweltstandards volkseigener
Produktion der 80-er oder auch kapitalistischen Treibens der 60-er Jahre
des vergangenen Jahrhunderts. |
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Wie
auch immer die massgeblichen französischen Ölgiganten
ihre gar so hochmodernen Produktionsmethoden beschönigen mögen
- Lyon stinkt ! Aber glücklicherweise besteht das Departement Rhône nicht nur aus Lyon. Einige Kilometer südlich hat der riesige Fluss Rhône bereits ein ganz anderes Gesicht. An seinen Ufern liegen hier die Städte Vienne und Saint-Romain-en-Gal gegenüber. |
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Wenngleich auch die Stadt Vienne die bekanntere ist, befindet sich das Museum Cité gallo-romaine in St-Romain-en-Gal. Diese Ausgrabungsstätte gilt als die bedeutendste in Frankreich und brachte seit 1967 am rechten Rhone-Ufer eine große gallorömische Siedlung zutage, bestehend aus luxuriösen Villen, Werkstätten und Thermen in bemerkenswert gutem Zustand. |
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Im eigens errichteten Museumsbau ist man mit Recht besonders stolz auf das berühmte Mosaik der Meergötter. Fraglich ist allerdings, ob der Stolz denn tatsächlich so weit gehen muss, dass Innenaufnahmen mit einem schlichten Fotoapparat zur Chefsache erhoben werden und einer Direktionsanfrage bedürfen - sei's drum - sehenswert sind die Exponate allemal. Nicht zu vergessen ist die umfangreiche Aussenanlage. |
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In unübersehbarem Kontrast zu den umgebenden alten Gemäuern am Rhône-Ufer liegt der weit gestreckte moderne Museumsbau, der auf zahlreichen Säulen gleichsam schwebend grosse Teile der Ausgrabungsstätte überdeckt und dem Besucher Gelegenheit gibt, selbst bei weniger angenehmer Witterung einen umfangreichen Teil des Museumsgeländes zu besichtigen. |
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Auch ausserhalb des Museumsbereiches finden sich viele historische Reste aus Römischer Zeit. Bei der Datierung einiger Gemäuer kann es hilfreich sein, zu beachten, dass die bewohnten Häuser jüngeren Datums meist noch mehrstöckig erhalten sind, während die älteren Funde etwas tiefer liegen und oft nur aus den Grundmauern bestehen. Überdies hatten die Römer keine offenen Stromleitungen auf der Fassade und keine Türklingel. |
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Sollten die Ausgrabungen noch einige Jahre weiter fortschreiten, ist wohl ein fliessender Übergang zwischen den Archäologischen Freilegungen und einem grossen Teil der neuzeitlicheren Wohngebäude zu erwarten. Der erkennbare Unterschied besteht dann darin, dass die Römischen Mauern einer weit exakteren horizontal verlaufenden Schichtung folgen als die wesentlich später erstellten Wohnhäuser. |
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