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Lorraine
- Lothringen Touren : |
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Die
Region Lothringen bietet dem Urlauber in den Départements
Meurthe-et-Moselle, Meuse, Moselle und Vosges viel Ruhe und Entspannung,
aber auch genügend Möglichkeiten für einen Aktivurlaub. |
Die
Meuse ( Maas ) ist bestens für eine Kanutour geeignet. Die Region
hat sich gut auf Tourismus eingestellt und hält Hotels, Privatunterkünfte
und Campingplätze bereit. Sehenswerte Städte erwarten
den Besucher. |
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Luneville |
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Toul |
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Die
bekanntesten und massgeblichen Flüsse in Lothringen sind der
Oberlauf der Maas ( Meuse ), die Mosel ( Moselle ) und die Saar (
Sarre ). In der Region Lothringen leben etwa 2,3 Millionen Einwohner. Das Land ist nur dünn besiedelt und strahlt bereits bei der Durchfahrt auf fast schon romantisch anmutenden Landstrassen eine auffällige Ruhe aus. Hier findet sich noch das ansonsten so selten gewordene Bild der vielzitierten glücklichen Kühe auf riesigen Weiden. ![]() |
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Zur
passenden Jahreszeit, wie im Frühjahr erscheinen weite Flächen
in Rapsgelb und geben diesem Landstrich ein sehr freundliches Aussehen. ![]() Die Meuse bei Belleville - Verdun im Departement Meuse ![]() Verwaltungsgebäude in Charny-sur-Meuse |
Sprachlich unterscheiden sich die verschiedenen Gebiete Lothringens, manchmal noch erkennbar bei der älteren Bevölkerung. Während die Jüngeren sich auch untereinander meist in Amts- und Schulsprache Französisch unterhalten, hört man bei älteren Semestern in den nordöstlichen Landesteilen Lothringens doch noch das eine oder andere Mal die alten Dialekte wie Lothringisch, Rheinfränkisch und Moselfränkisch. |
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Die südlichen, mittleren und westlichen Teile von Lothringen gehören von Alters her zum französischen Sprachraum, während die nordöstlichen Teile Lothringens zum deutschen Sprachraum zählten. Daher erklären sich diese sprachlichen Unterschiede. |
Das Herzogtum Lothringen, das bis 1766 Teil des Heiligen Römischen Reiches war entstand im 9. Jh aus dem Lotharinger Reich - Lotharii Regnum. Wie bereits zuvor das Elsass wurden Hauptgebiete als das spätere Lothringen im 18. Jh von Frankreich annektiert und verloren so ihre Unabhängigkeit. |
Nach dem Sieg der Allianz Preussens im Deutsch-Französischen Krieg 1871 wurden die Gebiete mit deutschsprachiger Bevölkerung im Nordosten von Lothringen sowie um Metz zusammen mit dem Elsass zum Reichsland Elsass-Lothringen. Diese deutschsprachige Region wurde somit Teil des neu gegründeten Deutschen Reiches. |
Im Ersten Weltkrieg 1914–1918 wurde Lothringen zu einem der am härtesten umkämpften Gebiete. So wurde 1916 Verdun zum Sinnbild für einen erbarmungslosen Stellungskrieg, der am Ende keiner Seite militärische Vorteile brachte. Erst durch die bekannte Zuweisung der Alleinschuld an das Deutsche Reich nach Kriegsende im Versailler Vertrag ergab sich die erzwungene Abtrennung der nordöstlichen Teile Lothringens. |
So
wurden auch diese Gebiete wieder ein Teil Frankreichs, so wie es
nach der Annektion
von 1766 war. In der Folgezeit ab 1918
wurde die französische Sprache gesetzlich als alleinige Amts-
und Schulsprache festgesetzt, dies galt somit auch für die deutschsprachige
Bevölkerung. Dies sollte sich erst im Jahre 1940 wieder ändern,
als Deutsche Truppen das Gebiet besetzten. Im Anschluss an die Kapitulation
Frankreichs wurde für die deutschsprachige Bevölkerung wieder
Deutsch als Amts- und Schulsprache eingeführt. |
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Nachdem 1944/1945 Lothringen von alliierten Streitkräften erobert wurde führte man die Französische Sprache wieder als alleinige Amts- und Schulsprache ein. Auch dieses Mal galt die Regelung wieder für Gesamtlothringen, also auch die Deutschsprachigen Landesteile. 1960 erfolgte in Frankreich die Einrichtung der Regionen. Im Zuge dieser Reform entstand dann die heutige Region Lothringen mit den Départements Meurthe-et-Moselle, Meuse, Moselle und Vosges. |
Lothringens touristische Stärke liegt in der Vielfalt seiner Natur. Drei regionale Naturparks bereichern das Angebot für die Urlauber in der Region Lorraine. Im Nordosten befindet sich der Naturpark Nordvogesen dessen Sandsteinreliefs den Betrachter beeindrucken. Zwischen den Maashöhen und der tiefergelegenen Seenlandschaft erstreckt sich der Naturpark Lothringen. Der dritte grosse Naturpark "Ballons des Vosges" liegt in den Vogesen im südlichen Teil der Region Lothringen. Seen, Wasserfälle, forellenreiche Bachläufe und Flüsse sowie zahlreiche Kanäle eröffnen dem Urlauber viele Möglichkeiten der Freizeitaktivität. Angler, Wassersportler und hierbei besonders Kanuten finden in Lothringen beste Reviere. ![]() |
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Auch die Thermalquellen sind ein beliebtes Ziel auf der Suche nach Erholung und Entspannung. Für Wanderer hält die Region ein weitläufiges Netz von Wanderwegen bereit, die zumeist durch Laub-, Nadel- oder Mischwälder führen. Rund 850.000 Hektar an Waldflächen machen Lothringen zu einer Naturlandschaft von sehr hohem Erholungswert. Lothringen verfügt über grosse prägende Gebirgslandschaften. Die Argonnen im Departement Meuse, Teile der Vogesen, die Maashöhen sowie die Hügellandschaft um Toul und weitere Höhenzüge mit Weinbergen und Obstgärten, in denen auch die bekannten und besonders schmackhaften Lothringer Mirabellen gedeihen, die man unbedingt probieren sollte, soweit es die Jahreszeit ermöglicht. |
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Sehenswert
sind auch die anderenorts selten gewordenen Torfmoore. Hier findet
sich noch in freier Natur
der Sonnentau, den
man ansonsten bestenfalls aus Botanischen Gärten kennt, seltene
Libellenarten und Schmetterlinge sowie auch das Auerhuhn. In den abgeschiedeneren Teilen der Hochvogesen haben sich zahlreiche Biotope bewahrt, hier trifft man auch noch vereinzelt die Gemse an, diese selten gewordenen Tiere nutzen die Region als ihr Rückzugsgebiet. |
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Die
reichen Bodenschätze Lothringens waren
die Grundlage für eine wirtschaftliche Blüte bereits in der
ersten Zeit der Industriezeitalters. Stand zuvor noch die Gewinnung
von Salz im Tal der Meurthe im Mittelpunkt, kam die Förderung
und Gewinnung von Kupfer, Silber, Blei und Quecksilber ab dem 10. Jahrhundert
hinzu. Die satten Erträge flossen überwiegend den Klöstern
zu und liessen diese zu wohlhabend und einflussreich werden. In der
Neuzeit entwickelten sich Kohle und Eisen zu den wirtschaftlich tragenden
Säulen und prägte für Jahrzehnte das Bild der Landschaft. Heute sind weite Teile dieser Abbaugebiete renaturiert und bieten dem Urlaubsgast die gesuchte Ruhe und Erholung. |
![]() Regionalkarte und weitere Bilder am Seitenende |
Erwähnenswert ist sicherlich auch, dass der
Stahl für den berühmten Eiffelturm aus Lothringen stammt
- eine ehrenvolle Erinnerung an einen Industriezweig, der heute einen
Grossteil seiner Wichtigkeit verloren hat. Ausgerechnet diese wirtschaftliche
Segnung der Region mit reichlich Bodenschätzen wurde Lothringen über
Jahrhunderte hinweg auch zum Fluch. Im Laufe seiner Geschichte, der
Unabhängigkeit durch Annektion beraubt und um eine eigene Identität
betrogen, war Lothringen besonders im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts
immer wieder der Grund zu leidvollen Auseinandersetzungen mit den Machthabern
der benachbarten Länder. |
Woëvre |
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Die
wechselvolle und oftmals betrübliche Geschichte von Lothringen
zeigt sich vielerorts durch die Präsenz zahlreicher Ehrenmale
und Gedenktafeln, die an die Gefallenen, besonders derer des Ersten
Weltkrieges erinnern. |
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![]() Die Landschaft des Barrois |
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![]() Blick auf die Hügel des Barrois |
![]() Die Kathedrale Saint Gregoir in Stenay |
![]() Ein Anwesen im Barrois, Département Meuse - Lothringen |
![]() Kirchenfenster in Saint Gregoir de Stenay |
In
Lothringen entwickelten sich prächtige
und sehr wohlhabende Bistümer. Von den reichen Bodenschätzen
des Landes wohlgenährt, mangelte es nicht an Einnahmen für
den Kerus, der es verstand, geschickt die Erträge aus den Ressourcen
der Region in die eigenen Pfründe zu lenken. |
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Natürlich profitierten auch die weltlichen
Machthaber von diesem Reichtum. So entwickelte sich aber auch eine
intensive Förderung der Künste und der Architektur. Grossartige
Bauten entstanden, die noch heute über den Glanz der Vergangenheit
Zeugnis ablegen. |
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Schlösser wie Lunéville, Haroué und
Fléville-devant-Nancy, das Schloss Gerbéviller mit seinen
berühmten Gärten, Commercy, Cons-la-Grandville als Beispiele
der Renaissance-Architektur, das Château de la Grange bei Thionville
und Sainte-Sixte im Departement Moselle seine hier als Beispiele genannt. In der Dreiländerregion, an der Grenze zu Luxemburg und Deutschland ist das Schloss Malbrouck in Manderen ist eines der Highlights auf einer Besichtigungstour durch den Nordosten von Lothringen. |
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Besonders
ansprechend errichtete Tierparks bringen dem Besucher die Natur
ein Stück näher. So ist Sainte-Croix ein idealer Ort
zur Entdeckung und Begegnung mit der europäischen Tierwelt. Der im Naturpark Lothringen gelegene Tierpark von Sainte-Croix beherbergt im einem grossen Freigehege über 1200 Tiere aus Europa. In dem 120 Hektar grossen Gebiet aus Wäldern, Wiesen und Seen leben unter anderem Hirsche, Wölfe, Rentiere, Geier und eine Braunbären-Familie. |
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Als
Ziel für einen Familienausflug ist dieser Tierpark bestens
geeignet. Er ist auch mittels eines kleinen Touristenzuges bequem
zu erschliessen, und
Animationen, geführte Besichtigungen, Themenspielplätze für Kinder
sowie Picknickplätze ermöglichen die Gestaltung eines ganzen Tagesprogramms. |
Auffallend
in vielen Lothringischen Städten und Gemeinden ist die
Vorliebe für Gärten, Parks und Blumenschmuck. Auch
an zahlreichen Privathäusern verschönern Topfpflanzen
und liebevoll gepflegte Vorgärten das Bild. Kaum ein grösserer
Ort verzichtet auf den Stadtpark, oft am Ufer eines Flusses
oder Baches gelegen bieten diese kleinen Oasen der Ruhe und
Naturnähe Entspannung und oftmals auch interessante Erklärungen
zu den jeweiligen Pflanzen. |
Bekannte
Botanische Gärten finden
sich in vielfältiger Form in der gesamten Region Lothringen.
Le-Montet in Villiers-lès-Nancy, der Botanische Garten
von Metz, von Gonremer in Housseras, sind hierfür einige
Beispiele. In Haut-Chitelet widmet man sich besonders dem Thema
Gebirgspflanzen aus aller Welt. |
Auch
die Parkanlagen einiger Schlösser bieten dem Pflanzenfreund
Sehenswertes.
So in Lunéville oder in den Gärten von Haroué, Fléville,
Château des Monthairons und in Gerbéviller. Hier entstand ein Themengarten,
in dem Düfte den Leitfaden geben. Lothringen zählt mit über 100 Parks und Gärten zu den Französischen Regionen mit den meisten Grünanlagen. |
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