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Départements : Meurthe-et-Moselle - Meuse - Moselle - Vosges


Lothringen liegt im Nordosten von Frankreich mit der Hauptstadt Metz.
Unterteilt ist die Region Lothringen in vier Départements.
Dem Departement Meuse (55) mit dem Hauptort Bar-le-Luc,
Meurthe-et-Moselle (54) der Hauptort ist Nancy,
Moselle (57) mit dem Hauptort Metz und
dem Departement Vosges (88) Hauptort ist Épinal.



Landschaft im Barrois

Lothringen (frz. Lorraine) ist stark verbunden mit der Geschichte vom ersten Weltkrieg, die Festungswerke
der Maginot-Linie im Departement Moselle, oder Verdun - Welthauptstadt des Friedens im Westen der Region.
In der heutigen Zeit ist Lothringen ein beliebtes Reiseziel mit Erholung und Entspannung in Thermalorten wie Vittel oder Contrexéville, besichtigen mittelalterlicher Städte, Mountainbiktouren oder Motorradtouren durch die Vogesen und Wintersport, ein besonderes Erlebnis der Naturpark in den Nordvogesen.







Douaumont bei Verdun


Verdun liegt im Département Meuse ( 55 ), welches Teil der Region Lothringen ( Lorraine ) ist. Metz erreicht man von hier aus in 80 km Entfernung, nach Nancy sind es etwa 90 km. Verdun wurde im 4. Jahrhundert Bischofssitz. Im Mittelalter spielte Verdun eine wichtige wirtschaftliche Rolle und war eine bedeutende Fernhandelsstadt.



Lorraine - Lothringen

Touren :

Die Region Lothringen bietet dem Urlauber in den Départements Meurthe-et-Moselle, Meuse, Moselle und Vosges viel Ruhe und Entspannung, aber auch genügend Möglichkeiten für einen Aktivurlaub.

Die Meuse ( Maas ) ist bestens für eine Kanutour geeignet. Die Region hat sich gut auf Tourismus eingestellt und hält Hotels, Privatunterkünfte und Campingplätze bereit. Sehenswerte Städte erwarten den Besucher.
Luneville


Toul


ruf-lor
Hier finden Sie allgemeine Informationen zur Region Lothringen
Nähere Angaben zu den Départements Meuse, Meurthe et Moselle, Vosges und Moselle sind auf den Departementseiten zu finden, die über das oben stehende Menue erreichbar sind.

Ausführliche Informationen zu Lothringen und den umgebenden Regionen
lothringen-tourist-info


Routenvorschläge zu Orten, die von der Redaktion zusammengestellt wurden, finden Sie im Bereich "Touren"

Die bekanntesten und massgeblichen Flüsse in Lothringen sind der Oberlauf der Maas ( Meuse ), die Mosel ( Moselle ) und die Saar ( Sarre ).

In der Region Lothringen leben etwa 2,3 Millionen Einwohner. Das Land ist nur dünn besiedelt und strahlt bereits bei der Durchfahrt auf fast schon romantisch anmutenden Landstrassen eine auffällige Ruhe aus.

Hier findet sich noch das ansonsten so selten gewordene Bild der vielzitierten glücklichen Kühe auf riesigen Weiden.


Departement Meuse in Lothringen Departement Meurthe -et-Moselle in Lothringen Departement Vosges in Lothringen Departement Moselle in Lothringen



Zur passenden Jahreszeit, wie im Frühjahr erscheinen weite Flächen in Rapsgelb und geben diesem Landstrich ein sehr freundliches Aussehen.


Die Meuse bei Belleville - Verdun
im Departement Meuse


Verwaltungsgebäude in Charny-sur-Meuse

Sprachlich unterscheiden sich die verschiedenen Gebiete Lothringens, manchmal noch erkennbar bei der älteren Bevölkerung. Während die Jüngeren sich auch untereinander meist in Amts- und Schulsprache Französisch unterhalten, hört man bei älteren Semestern in den nordöstlichen Landesteilen Lothringens doch noch das eine oder andere Mal die alten Dialekte wie Lothringisch, Rheinfränkisch und Moselfränkisch.





Die südlichen, mittleren und westlichen Teile von Lothringen gehören von Alters her zum französischen Sprachraum, während die nordöstlichen Teile Lothringens zum deutschen Sprachraum zählten. Daher erklären sich diese sprachlichen Unterschiede.


Das Herzogtum Lothringen, das bis 1766 Teil des Heiligen Römischen Reiches war entstand im 9. Jh aus dem Lotharinger Reich - Lotharii Regnum. Wie bereits zuvor das Elsass wurden Hauptgebiete als das spätere Lothringen im 18. Jh von Frankreich annektiert und verloren so ihre Unabhängigkeit.


Nach dem Sieg der Allianz Preussens im Deutsch-Französischen Krieg 1871 wurden die Gebiete mit deutschsprachiger Bevölkerung im Nordosten von Lothringen sowie um Metz zusammen mit dem Elsass zum Reichsland Elsass-Lothringen. Diese deutschsprachige Region wurde somit Teil des neu gegründeten Deutschen Reiches.


Im Ersten Weltkrieg 1914–1918 wurde Lothringen zu einem der am härtesten umkämpften Gebiete. So wurde 1916 Verdun zum Sinnbild für einen erbarmungslosen Stellungskrieg, der am Ende keiner Seite militärische Vorteile brachte. Erst durch die bekannte Zuweisung der Alleinschuld an das Deutsche Reich nach Kriegsende im Versailler Vertrag ergab sich die erzwungene Abtrennung der nordöstlichen Teile Lothringens.

So wurden auch diese Gebiete wieder ein Teil Frankreichs, so wie es nach der Annektion von 1766 war. In der Folgezeit ab 1918 wurde die französische Sprache gesetzlich als alleinige Amts- und Schulsprache festgesetzt, dies galt somit auch für die deutschsprachige Bevölkerung. Dies sollte sich erst im Jahre 1940 wieder ändern, als Deutsche Truppen das Gebiet besetzten. Im Anschluss an die Kapitulation Frankreichs wurde für die deutschsprachige Bevölkerung wieder Deutsch als Amts- und Schulsprache eingeführt.



Nachdem 1944/1945 Lothringen von alliierten Streitkräften erobert wurde führte man die Französische Sprache wieder als alleinige Amts- und Schulsprache ein. Auch dieses Mal galt die Regelung wieder für Gesamtlothringen, also auch die Deutschsprachigen Landesteile.

1960 erfolgte in Frankreich die Einrichtung der Regionen. Im Zuge dieser Reform entstand dann die heutige Region Lothringen mit den Départements Meurthe-et-Moselle, Meuse, Moselle und Vosges.


Lothringens touristische Stärke liegt in der Vielfalt seiner Natur. Drei regionale Naturparks bereichern das Angebot für die Urlauber in der Region Lorraine.
Im Nordosten befindet sich der Naturpark Nordvogesen dessen Sandsteinreliefs den Betrachter beeindrucken. Zwischen den Maashöhen und der tiefergelegenen Seenlandschaft erstreckt sich der Naturpark Lothringen.
Der dritte grosse Naturpark "Ballons des Vosges" liegt in den Vogesen im südlichen Teil der Region Lothringen.
Seen, Wasserfälle, forellenreiche Bachläufe und Flüsse sowie zahlreiche Kanäle eröffnen dem Urlauber viele Möglichkeiten der Freizeitaktivität.
Angler, Wassersportler und hierbei besonders Kanuten finden in Lothringen beste Reviere.





Museums-Hinweise :

Amnéville ( Département Moselle ) - Motor- und Fahrradmuseum

Naturgeschichtliches Museum mit grossem Aquarium
Apremont-la-Forêt ( Département Meuse ) - Eisenbahnmuseum

in Aumetz ( Département Moselle )
Eisenminen- und Ökomuseum

Kristallmuseum in Baccarat - Département Meurthe-et-Moselle

Commercy - ( Département Meuse )
Museum für Keramik und Elfenbein

Meisenthal im Département Moselle, Arrondissement Sarreguemines
Glas- und Kristallglasmuseum



Auch die Thermalquellen sind ein beliebtes Ziel auf der Suche nach Erholung und Entspannung.
Für Wanderer hält die Region ein weitläufiges Netz von Wanderwegen bereit, die zumeist durch Laub-, Nadel- oder Mischwälder führen.
Rund 850.000 Hektar an Waldflächen machen Lothringen zu einer Naturlandschaft von sehr hohem Erholungswert.
Lothringen verfügt über grosse prägende Gebirgslandschaften.

Die Argonnen im Departement Meuse, Teile der Vogesen, die Maashöhen sowie die Hügellandschaft um Toul und weitere Höhenzüge mit Weinbergen und Obstgärten, in denen auch die bekannten und besonders schmackhaften Lothringer Mirabellen gedeihen, die man unbedingt probieren sollte, soweit es die Jahreszeit ermöglicht.


Sehenswert sind auch die anderenorts selten gewordenen Torfmoore. Hier findet sich noch in freier Natur der Sonnentau, den man ansonsten bestenfalls aus Botanischen Gärten kennt, seltene Libellenarten und Schmetterlinge sowie auch das Auerhuhn.
In den abgeschiedeneren Teilen der Hochvogesen haben sich zahlreiche Biotope bewahrt, hier trifft man auch noch vereinzelt die Gemse an, diese selten gewordenen Tiere nutzen die Region als ihr Rückzugsgebiet.

Die reichen Bodenschätze Lothringens waren die Grundlage für eine wirtschaftliche Blüte bereits in der ersten Zeit der Industriezeitalters. Stand zuvor noch die Gewinnung von Salz im Tal der Meurthe im Mittelpunkt, kam die Förderung und Gewinnung von Kupfer, Silber, Blei und Quecksilber ab dem 10. Jahrhundert hinzu. Die satten Erträge flossen überwiegend den Klöstern zu und liessen diese zu wohlhabend und einflussreich werden. In der Neuzeit entwickelten sich Kohle und Eisen zu den wirtschaftlich tragenden Säulen und prägte für Jahrzehnte das Bild der Landschaft.
Heute sind weite Teile dieser Abbaugebiete renaturiert und bieten dem Urlaubsgast die gesuchte Ruhe und Erholung.



Regionalkarte und weitere Bilder am Seitenende
Erwähnenswert ist sicherlich auch, dass der Stahl für den berühmten Eiffelturm aus Lothringen stammt - eine ehrenvolle Erinnerung an einen Industriezweig, der heute einen Grossteil seiner Wichtigkeit verloren hat. Ausgerechnet diese wirtschaftliche Segnung der Region mit reichlich Bodenschätzen wurde Lothringen über Jahrhunderte hinweg auch zum Fluch. Im Laufe seiner Geschichte, der Unabhängigkeit durch Annektion beraubt und um eine eigene Identität betrogen, war Lothringen besonders im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts immer wieder der Grund zu leidvollen Auseinandersetzungen mit den Machthabern der benachbarten Länder.

Woëvre
Die wechselvolle und oftmals betrübliche Geschichte von Lothringen zeigt sich vielerorts durch die Präsenz zahlreicher Ehrenmale und Gedenktafeln, die an die Gefallenen, besonders derer des Ersten Weltkrieges erinnern.


Die Landschaft des Barrois





Blick auf die Hügel des Barrois

Die Kathedrale Saint Gregoir in Stenay


Ein Anwesen im Barrois, Département Meuse - Lothringen


Kirchenfenster in Saint Gregoir de Stenay


In Lothringen entwickelten sich prächtige und sehr wohlhabende Bistümer. Von den reichen Bodenschätzen des Landes wohlgenährt, mangelte es nicht an Einnahmen für den Klerus, der es verstand, geschickt die Erträge aus den Ressourcen der Region in die eigenen Pfründe zu lenken.
Natürlich profitierten auch die weltlichen Machthaber von diesem Reichtum. So entwickelte sich aber auch eine intensive Förderung der Künste und der Architektur. Grossartige Bauten entstanden, die noch heute über den Glanz der Vergangenheit Zeugnis ablegen.
Schlösser wie Lunéville, Haroué und Fléville-devant-Nancy, das Schloss Gerbéviller mit seinen berühmten Gärten, Commercy, Cons-la-Grandville als Beispiele der Renaissance-Architektur, das Château de la Grange bei Thionville und Sainte-Sixte im Departement Moselle seine hier als Beispiele genannt.
In der Dreiländerregion, an der Grenze zu Luxemburg und Deutschland ist das Schloss Malbrouck in Manderen ist eines der Highlights auf einer Besichtigungstour durch den Nordosten von Lothringen.

Besonders ansprechend errichtete Tierparks bringen dem Besucher die Natur ein Stück näher. So ist Sainte-Croix ein idealer Ort zur Entdeckung und Begegnung mit der europäischen Tierwelt.
Der im Naturpark Lothringen gelegene Tierpark von Sainte-Croix beherbergt im einem grossen Freigehege über 1200 Tiere aus Europa. In dem 120 Hektar grossen Gebiet aus Wäldern, Wiesen und Seen leben unter anderem Hirsche, Wölfe, Rentiere, Geier und eine Braunbären-Familie.





Als Ziel für einen Familienausflug ist dieser Tierpark bestens geeignet. Er ist auch mittels eines kleinen Touristenzuges bequem zu erschliessen, und Animationen, geführte Besichtigungen, Themenspielplätze für Kinder sowie Picknickplätze ermöglichen die Gestaltung eines ganzen Tagesprogramms.


Auffallend in vielen Lothringischen Städten und Gemeinden ist die Vorliebe für Gärten, Parks und Blumenschmuck. Auch an zahlreichen Privathäusern verschönern Topfpflanzen und liebevoll gepflegte Vorgärten das Bild. Kaum ein grösserer Ort verzichtet auf den Stadtpark, oft am Ufer eines Flusses oder Baches gelegen bieten diese kleinen Oasen der Ruhe und Naturnähe Entspannung und oftmals auch interessante Erklärungen zu den jeweiligen Pflanzen.
Bekannte Botanische Gärten finden sich in vielfältiger Form in der gesamten Region Lothringen. Le-Montet in Villiers-lès-Nancy, der Botanische Garten von Metz, von Gonremer in Housseras, sind hierfür einige Beispiele. In Haut-Chitelet widmet man sich besonders dem Thema Gebirgspflanzen aus aller Welt.
Auch die Parkanlagen einiger Schlösser bieten dem Pflanzenfreund Sehenswertes. So in Lunéville oder in den Gärten von Haroué, Fléville, Château des Monthairons und in Gerbéviller. Hier entstand ein Themengarten, in dem Düfte den Leitfaden geben.
Lothringen zählt mit über 100 Parks und Gärten zu den Französischen Regionen mit den meisten Grünanlagen.

Europäisches Biermuseums in Stenay

 

Das Museum befindet sich in der Zitadelle von Stenay aus dem Jahre 1610. Im 19. Jahrhundert wurde der Raum als Mälzerei genutzt und ist seit 1986 ein Museum. Es wird die Geschichte der Bierherstellung und verschiedene Werkräume wie Maschinen- und Brausaal, Hopfenkammer, der Gärkeller und vieles mehr gezeigt.
Auf zwei Ebenen befindet sich eine Museumsgaststätte. Es wurden Museumsgärten angelegt mit Aromapflanzen zur Bierherstellung und Lothringens einziger Hopfengarten. Die Entwicklungsgeschichte der Braukunst steht im Mittelpunkt dieses Museums, das mit 1400 qm Fläche und etwa 45.000 Exponaten zu den bedeutendsten seiner Art gehört.

Der Besucher erfährt Interessantes zur Geschichte des Biers :
Aus Getreide gegorene Getränke waren bereits um 9000 v.Chr in Mesopotamien bekannt. In Europa entwickelten sich solche Getränke in der Zeit des Neolithikums um 5000 v.Chr. Handwerkliche Brauereien gibt es seit der Gallo-Romanischen Zeit. Anschaulich wurde eine solche galloromanische Brauerei in Anlehnung an die von Regensburg rekonstruiert.


Im Mittelalter waren es besonders die Klöster, die die Braukunst weiterpflegten und entwickelten. Eine grosse Verbreitung fand die Verwendung des Hopfens ab dem 9. Jahrhundert. Im 15. Jahrhundert schlossen sich einzelne Brauer zu den ersten dokumentierten Zünften zusammen. Eine Brauerei aus dieser Zeit wurde ebenfalls eigens für dieses Biermuseum rekonstruiert.

Die Braukunst blieb fortan traditionell, was durch den direkten Vergleich mit einer weiteren rekonstruierten Braustätte aus dem Jahr 1869 belegt wird. Die Gärung erfolgte zunächst noch ohne Hefezusatz. Die Methode bezeichnet man als spontane Gärung. Später wurde Hefe eingesetzt, die man jeweils aus dem vorangegangenen Gärprozess an der Oberfläche entnahm und an den neuen Sud weitergab.




Rathaus von Bar-le-Duc / Meuse

Eine Besonderheit im Bereich der Renaissance-Architektur in Frankreich ist die Oberstadt von
Bar-le-Duc in Lothringen. Die einheitlich erhaltene oder wieder hergestellte Bausubstanz vermittelt dem Besucher ein geschlossenes Bild dieses Baustils.
Hier befindet sich eine Aussenstelle der Touristik-Information.