Kulinarisches in der Region Lothringen
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Kulinarisches
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Der regionale Honig spielte immer eine wichtige Rolle für die heimischen Patissiers und zur Herstellung der bekannten Süsspeisen.







Generell sind für den wahrlich verwöhnten Reisenden aus Deutschland die französischen Brotsorten eine Katastrophe, wenn man mal vom einen oder anderen Boulanger absieht, der es noch versteht, wenigstens ein Baguette zu backen. Die angebotenen Mischbrotsorten sind an Geschmacklosigkeit kaum zu übertreffen, das Angebot ist schlicht langweilig.

Eine rühmiche Ausnahme bilden die Bäckereien in Lothringen, wo man das Bäckerhandwerk, wie auch im Elsass, noch zu beherrschen scheint. Die Auswahl und Qualität dieser Backwaren übertrifft bei weitem den gewohnten Landesdurchschnitt.

Die Patisserien hingegen sind in gesamt Frankreich mit guter Qualität vertreten, wobei auch hier wieder die Lothringer Patisserie durch besonderen Einfallsreichtum besticht. Die Auslagen vieler Patissiers sind eine Augenweide.
Die kleinen Stückchen ( Petits Fours ) und die Pralinés werden in gekonnt ansprechender Weise präsentiert und sind ein Hochgenuss.

Petits Fours sind das klassische Französische Kleingebäck. Man unterscheidet sie in frische Petits Fours ( petits fours frais ), aus Biskuitteig ausgestochen oder geschnitten, mit Cremes und Marzipan gefüllt und glasiert, meist auch mit kreativen Verzierungen - die einfacheren Varianten sind trockene Petits Fours (petits fours secs), kleine Makronen, Biskuits oder Blätterteiggebäck, oft mit Füllung, jedoch ohne Glasur.


Tourenvorschlag :

Kulinarisches

...hätte die Natur sie nicht schon hervorgebracht, sicher würde man sie hier in Lothringen erfinden : Die Mirabelle...

Wohl an keinem anderen Ort der Welt dürfte die Dichte der Mirabellenkulturen höher sein als in Lothringen. Das Land verfügt generell über weite Agrarflächen, von denen grosse Teile für den Obstanbau genutzt werden. Die bekannteste regionale Frucht ist die Mirabelle. Vielerorts werden Obst und Gemüse direkt im Feldverkauf angeboten. Wer hier seinen Spargel, die Erdbeeren, Johannisbeeren oder anderes saisonnales Obst oder Gemüse kauft, dem ist die Frische garantiert.

Es gibt reichlich Leckereien, die diese Region repräsentieren und hier ihre traditionellen Wurzeln haben, oder in der Region Lothringen bis zu einer Qualität von Weltruf verfeinert wurden.
Das Dragée de Verdun, bereits seit dem 16. Jahrhundert bekannt und schon damals am Königshof beliebt.
Die Madeleine de Commercy oder Madeleines aus Liverdun
Die Makrone, aus einem Teig von Mandeln, Zucker und Eiweiss
Bergamote-Bonbons aus Nancy, hergestellt mit dem Öl des Bergamotte-Baumes, einer Zitruspflanze, die vor langer Zeit aus dem Süditalienischen Kalabrien eingeführt wurde.
Die Eiskreation à la Plombières mit kandierten Früchten und Kirschwasser
Die sorgsam in Handarbeit entkernte Johannisbeer-Konfitüre aus Bar-le-Duc, auch als "Lothringischer Kaviar" bekannt
Feine Bonbons mit Kiefernöl aus den Vogesen
Mirabellen in Marzipan und viele Spezialitäten der regionalen Chocolatiers
Viele Konditoreiwaren mit dem bekannten Tannenhonig der Region
Der als Visitandines bekannte Mandelkuchen aus Nancy
Die Croquets von Saint-Mihiel
Die Chardons Lorrains sind Schokopralinen mit feiner Likörfüllung
Ein beliebtes Mirabellensoufflé, bekannt als Les Ducs de Lorraine

Herzhaftere Speisen passen bestens zu den regional kultivierten Weinen. Lothringen hat grosse und traditionell bedeutende Weinbaugebiete. Zu deren Erzeugnissen passen die typischen Käsesorten der Region sowie die vielfältigen Fleisch- und Wurstwaren und natürlich der Fisch.
Käsesorten wie der Vachelin, der Brouère oder der über die Grenzen hinaus bekannt gewordene Munster-Géromé, Rauchfleisch und Schinken sowie die Räucherwurst-Spezialität Fuseau Lorrain gehören zu einer kräftigen Brotzeit.
Diese Produkte finden auch Verwendung in den leckeren Blätterteigpasteten der regionalen Küche.
Am bekanntesten ist sicherlich der Quiche Lorraine, ein Lothringer Speckkuchen aus Blätterteig, Eiern, Crème fraîche und Speckstreifen, der am besten frisch gebacken zu einem Glas Lothringer Wein oder je nach Geschmack auch zu einem frischen Lothringer Bier serviert wird.
Bouchées à la reine, bekannt auch als Königinpastetchen, im Original mit Kalbsbries zubereitet sowie das traditionelle Repas Marcaire aus Rauchfleisch, Speck und Zwiebel mit Bratkartoffeln, passen ebenfalls bestens zu diesen heimischen Getränken.
Der Lothringischen Pastete ist alljährlich sogar ein Fest gewidmet. Es findet im September in dem Ort Baccarat statt und zieht auch überregional viele Besucher an.


Die regionalen Küchen im gemeinsamen Kulturbereich von Saar-Lorr-Lux und Elsass haben traditionell einen starken gegenseitigen Einfluss. Daher ist der, eigentlich im Elsass und in der Pfalz beheimatete Flammkuchen auch hier vielerorts anzutreffen.



Zahlreiche Bauernhöfe in der Region Lorraine betreiben eine traditionelle Landwirtschaft. Die Erzeugnisse sind daher meist von sehr hoher Qualität und bilden die Grundlage für eine gesunde und schmackhafte Küche.


Gerne trinkt man in der Region, besonders in den nördlichen Landesteilen ein Bier zu den leckeren Lothringischen Speisen.
Die Braukunst ist hier Tradition.
Bier kommt aus wenigen grossen Brauereien wie der von Stenay.
Es gibt aber eine Fülle kleiner Brauereien in Familientradition. Hier findet sich noch eine Vielfalt an persönlichen Geschmacksrichtungen, die den Bierfeund begeistern wird. Hin und wieder trifft man sogar noch auf Hofbrauereien, in denen nicht viel mehr als der Eigenbedarf oder der Bedarf eines kleinen Dorfes angesetzt wird. Hier erlebt man die ursprüngliche Brauerkunst noch hautnah.

Biermuseen befinden sich in Stenay, Ville-sur-Illon, Saint-Nicolas-de-Port und einige kleineren Gemeinden, in denen lokale Brauhäuser das eine oder andere Exponat bereithalten.
 
 
 
 


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