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Sehenswürdigkeiten am Mittelmeer, Provence-Alpes Côte d'Azur


Provence-Alpes-Côte-d'Azur
( im Jahr 2009 )
die Region Provence-Alpes-Cote-d'Azur...
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tour1 - in Bearbeitung
 
 
 
 
 

  Lacoste ist eine kleine Gemeinde in der Provence mit vielleicht 300 oder 400 Einwohnern. Sie liegt zwischen Avignon und Marseille in der Nähe der bekannteren Touristenorte Roussillon und Gordes.

Ausser dem typischen Bild eines kleinen südfranzösischen Dorfes ist eigentlich nichts Besonderes erwähnenswert, wäre hier nicht das frühere Anwesen des berüchtigten Marquis de Sade, das sich bis zur Französischen Revolution in dessen Besitz des befand. Das eindrucksvolle Schloss des Marquis de Sade aus dem 17. Jh. wurde teilweise restauriert.

Auch in heutiger Zeit finden sich noch Mäzene, denen wir so manches kulturelle Erbe verdanken.
Mit dem erfreulichen Geldsegen des Modezaren Pierre Cardin brachte es dieses auf den ersten Blick eher unscheinbare Lubéron-Dorf Lacoste zu einem renovierten Anwesen und wurde auch Austragungsplatz eines kleinen regelmässigen Opernfestivals.

Die Ruine des Schlosses, ist heute in Privatbesitz von Pierre Cardin, der die vom Vorbesitzer begonnenen Restaurierungsarbeiten fortsetzte. Vor der beeindruckenden Kulisse finden im Sommer Aufführungen im Rahmen des Festival de Lacoste statt.

 

 

Die Kirche des reizvollen Bergdorfs stammt aus dem 12. Jh.
Über die kurvenreiche Départementstrasse 109 gelangt man zu den Ruinen des Schlosses des von 1740 bis 1814 lebenden Marquis de Sade in Lacoste.
Hier fanden die eigentümlichen Orgien statt, die seinen Namen den Weg in den allgemeinen Sprachschatz finden liessen.

 

 Noch heute verbindet sich mit dem Namen Lacoste eine der schillerndsten Figuren der Kulturgeschichte. Mit bürgerlichem Namen "Donatien-Alphonse-François", bekannt als Marquis de Sade, verbrachte der Schriftsteller insgesamt 27 Jahre seines Lebens wegen seiner provozierenden Ausschweifungen, politischer Delikte und wegen zu seiner Zeit skandalöser Veröffentlichungen im Gefängnis, bis ihn Napoleon im Jahre 1803 für den Rest seines Lebens in eine geschlossene Anstalt verbannte.
 
Lacoste war seit 1716 der Stammsitz der Familie und das Lieblingsschlossdes des Marquis’ . Hier verbarg er sich wiederholt und erfolgreich vor der Polizei, bis schliesslich im Jahr 1778 seine eigene Schwiegermutter ihn verriet, sodass er inhaftiert werden konnte.
Belegt ist eine Flucht im Jahr 1771 aus Paris in dieses Schloss, wo er sieben Jahre blieb.  


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