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reiseredaktion.eu |
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Ursprung der Stadt Bar-le-Duc
Die
Römerstrasse, heute Rue des Romains, verläuft seit
dem 1.Jahrhundert n.Chr. durch das Ornain Tal und führte zur
Gründung von Caturiges am rechten Flussufer. Ab dem 6. Jahrhundert
dehnte sich die Siedlung auf das linke Flussufer aus, mit Festungsmauern
umgeben entstand das Dorf Bourg. Auf dem Felsmassiv liess Herzog
Frédéric d'Ardenne ca. 951 eine Festung erbauen, dort
entstand dann im 13. Jahrhundert die Oberstadt. |
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Durch
die Mäzene René I d'Anjou und
seinem Enkel René II begann in Bar-le-Duc die Zeit der Renaissance
etwa 100 Jahre früher ( allgemein war erst das 16.Jh. das Jahrhundert
der Renaissance ). Es herrschte überwiegend Frieden, und dies
führte politisch und kulturell zu einer Blütezeit. ![]() Lange Amtszeiten im Herzogtum sorgten überdies für Stabilität des wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Aufschwungs. Die Grössen dieser Zeit waren Antoine le Bon ( 1508 - 1544 ) und Charles III ( 1545 - 1608 ). In Kunst und Architektur lebte die Antike wieder auf, inspiriert von der römischen Baukunst übernahmen die Künstler diesen Stil. Durch die streng gegliederte Fassadengestaltung durch Stilmittel wie Gebälk, Fries, Gesims und weitere Elemente entstand der Kontrast zur Architektur der mittelalterlichen Häuser. An die antiken Vorbilder erinnern reiche Verzierungen sowie schlanke Säulen, Muscheln und Figurenreliefs. |
Krieg - Auseinandersetzungen Die
Bevölkerung von Bar-le-Duc litt ab 1630 unter dem 30 jährigen
Krieg, dessen Beginn auf 1618 datiert wird. Durch Besatzungstruppen,
Epidemien und Hungersnöte war die Not im Herzogtum sehr gross. |
Bar-le-Duc wurde zu Beginn des 1.Weltkrieges von der Marneschlacht bedroht, jedoch nicht vereinnahmt. Die Frontlinie verlief in unmittelbarer Nähe der Stadt, daher spielte sie dennoch eine aktive Rolle in der Landesverteitigung. Besonders 1916 bildete sich von hier aus die Versorgungslinie nach Verdun, über die Eisenbahnlinie "Varinot-Linie", sowie über die Strasse Bar-Verdun. Die Nationalstrasse wird als "Voie Sacrée" bezeichnet, die Markierungssteine erinnern an den Weg nach Verdun, für viele der oft noch sehr jungen Soldaten ohne Wiederkehr. Soldatenfriedhöfe und zahlreiche Gedenkstätten sind Zeugen der Erinnerung an die Kriegsereignisse. ![]() Als Stadt der Kunst und Geschichte, mit zahlreichen Baudenkmälern, bietet Bar-le-Duc in der heutigen Zeit eine Erlebnisreise in die architektonische Vergangenheit, die besonders in der Oberstadt erlebbar wird. |
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Die Voie Sacrée zwischen Bar-le-Duc und Verdun war im Ersten Weltkrieg die wichtigste Verbindungsstrecke zur Versorgung der Front. Die Frage des Nachschubs war bei der Schlacht um Verdung von entscheidender Bedeutung. über die damals noch intakte regionale Kleinbahn konnten nur etwa 10 % des benötigten Nachschubs transportiert werden. |
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Daher entschloss man sich zur Nutzung der Strassenverbindung zwischen Bar und Verdun. Ab 1916 trug diese Verbindung den Namen "Heilige Strasse" - Voie Sacrée. Zum Einsatz kamen etwa 6000 Transportfahrzeuge, die in einer nicht endenden Kolonne die Frontabschnitte versorgten. Die Strecke beträgt um die 75 Kilometer. Die Transporte umfassten täglich über 10.000 Soldaten und nahezu 7000 t Material. |
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Folgt man von Bar-Le-Duc der Voie Sacrée in Richtung Norden bis Verdun, gelangt man nach etwa 20 km zum Bereich der "Site des combats de la Vaux-Marie". Weitere 20 km später zum Stabsquartier des Generals Pétain in Souilly. Das "Memorial de la Voie Sacrée" erreicht man dann nach weiteren 10 bis 15 km. Danach führt die Strecke nach Verdun. |
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| Lorraine
- Lothringen |
Wasser | ||||||
| Amneville | Aumetz | Lac du Der | Route des Eglises | ||||
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Der wohl bedeutendste Bildhauer der Renaissance im Lothringen ist Ligier Richier. Er wurde um 1540 bis 1549 von Gilles de Trèves, dem Dekan der herzoglichen Stiftskirche Saint Maxe, nach Bar-le-Duc berufen. Er sollte Arbeiten an der Fürstenkapelle übernehmen und an deren Ausschmückung mitwirken. |
Ligier Richier hatte Poliertechniken entwickelt, die den regional verfügbaren einfachen Kalkstein wie Marmor erscheinen liess, was seinen Werken bereits eine gewisse Einmaligkeit gab. Richier besticht durch Ausdrucksstärke, eine anatomisch präzise Darstellungsweise und die Umsetzung ungewöhnlicher spiritueller Ansätze. |
Er schuf Skulpturen aus Stein und Terrakotta, von denen leider nur wenige erhalten blieben. So wurde die Stiftskirche Saint-Maxe, in der sich zahlreiche seiner Werke befanden, ein Opfer der Französischen Revolution, in der viele dieser Zeitzeugnisse verlorengingen. Einige Werke des Meisters finden sich noch in der Kirche Saint-Etienne von Bar-le-Duc. |
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So
vielfältig das Renaissance-Erbe Lothringischer Baukultur ist,
es wurde durch die historische Entwickung teuer erkauft. Die vielen
verschiedenen Stilelemente dieser Epoche kamen nicht etwa durch
zivilen kulturellen Austausch zustande. Vielmehr waren es die ständig
wechselnden Herrschaftsverhältnisse. Ob Cäsar, Karl der
Kühne oder dann auch Karl V. sowie auch Ludwig XIII. - alle
Herrscher hinterliessen ihre Spuren und trugen auf diese Weise
auch zum Kulturschatz der Region Lothringen bei. Das im 9. Jahrhundert durch den Vertrag von Verdun entstandene Lotharingen brachte im 11. Jahrhundert die Dynastie der Herzöge von Lothringen hervor. ![]() |
![]() ![]() Eine Besonderheit im Bereich der Renaissance-Architektur in Frankreich ist die Oberstadt von Bar-le-Duc in Lothringen. |
Im
18
Jahrhundert kam dann nach dem Tode des Königs Stanislaus Lesczcynski das
Ende der Unabhängigkeit, und Lothringen wurde Französisch. Bereits
im Jahrhundert danach fiel Lothringen im Zuge der Deutschen Reichsgründung
1871 an Deutschland und 1918 wieder an Frankreich, wurde im 2. Weltkrieg wieder
von Deutschen besetzt und gegen Ende dieses Krieges von alliierten Truppen zurückerobert. Nur wenige Landstriche Europas haben eine vergleichbar leidvolle Historie wie die Region Lothringen, die wir heute als ein friedliches und wunderschönes Urlaubsland besuchen und geniessen dürfen. ![]() |
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Die einheitlich erhaltene oder wieder hergestellte Bausubstanz vermittelt dem Besucher ein geschlossenes Bild dieses Baustils. Hier befindet sich eine Aussenstelle der Touristik-Information. Sehenswert sind in der näheren Umgebung auch die Orte Saint-Mihiel sowie die kleineren Ortschaften Châtillon-sur-Saône und Marville. Auffallend grosse Mühe gab man sich in dieser Region mit der Wiederherstellung verlorengegangener Bauten, die sich heute wieder passend in die alte Substanz einreihen. |
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