Route
des Eglises |
Champagne-Ardenne
- Marne |
In diesen Dörfern verwendete man sowohl für den Bau der Häuser
als auch der religiösen Bauwerke die vorhandenen Ressourcen Holz, Stroh
und Tonerde, wobei soweit möglich für den tragenden Fachwerkbereich
der Bauwerke Eichenholz Verwendung fand. Die Verfüllung erfolgte mit einer
Mischung aus Lehm und Stroh, als Verputz nahm man Kalk, Sand und Tierhaar. Anschliessend
wurden die Fassaden mit Holzschindeln gegen die Witterung geschützt.
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Tourenvorschlag
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Outines im Pays du Der
Die Region befindet sich westlich des Lac du Der, dem Marne-Stausee
in der südlichen Champagne. In den späten 60-er Jahren wurde dieser
Stausee realisiert, um Paris vor den Wassermassen der Marne schützen
zu können. Es ist Frankreichs grösster Stausee und daher besonders
bei Wassersportlern sehr beliebt.
Unweit dieses Freizeitparadieses befindet sich die Route des Eglises
mit
zehn Kirchen und einer Kapelle, die auf die Zeit zwischen dem 15.
und 18. Jahrhundert datieren und ausschliesslich in Fachwerktechnik
errichtet wurden. Für den Besucher sind diese eher bodenständigen
Bauten sicher ein sympathischer Gegensatz zu den überbordenden
Pracht-Monstern grosstädtischer Klerikalarchitektur der Region.
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Auch in diesen von aussen unscheinbaren Kirchen zeigt sich im Detail
die künstlerische Gestaltung im Kleinen.
Das 16. Jahrhundert war die grosse Zeit der Glasmalerei und Bildhauerei
in der südlichen
Champagne, sodass Künstler der Schule von Troyes, dem damaligen Zentrum
der französischen
Glasmalerei den eigentlichen Schmuck für diese Werke beisteuerten.
Die großen,
lichtdurchfluteten Fenster der gotischen Gotteshäuser wurden
durch Gläser mit kraftvollen Farben geschmückt.
Von dieser damals neuartigen Architektur des 16. Jahrhunderts profitierten,
wenn auch in weit bescheidenerem Masse diese Dorfkirchen. In den
Jahren um 1500 waren in
Troyes um die 30 Glasmaler niedergelassen, deren Werke in ansehnlicher
Zahl erhalten sind.
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Diese schlichte
Bauweise unterscheidet sich wesentlich von der berühmterer Kirchen,
dennoch verdienen vielleicht gerade diese bäuerlich bis fast schon ärmlich
anmutenden Dorfkirchen grossen Respekt, geben sie dem Besucher doch
die Chance zur Besinnung auf das Wesentliche. Hier steht die Zweckdienlichkeit
der selbstverherrlichenden Monumentalarchitektur entgegen und berührt
den Besucher vielleicht sogar weit mehr als grosse Kathedralen.
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